Ein Studium in Österreich ist im internationalen Vergleich relativ günstig – aber sicher nicht kostenlos. Gerade in Zeiten hoher Mieten und steigender Lebenshaltungskosten wird die Frage „Wie finanziere ich mein Studium 2025 ?“ zur zentralen Planungsaufgabe.
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Studienbeihilfe, Familienleistungen, Nebenjob und steuerliche Vorteile optimal kombinieren – und welche realistischen Kosten Sie pro Monat einplanen sollten.
Hinweis: Alle Beträge basieren auf dem Stand Studienjahr 2025/26 und den aktuell beschlossenen Valorisierungen.
Für 2026 sind weitere Inflationsanpassungen möglich – prüfen Sie vor Entscheidungen immer die aktuellen Werte.
| Fakt | Stand 2025/26 (Prognose 2026) | Einordnung für Studierende |
|---|---|---|
| Höchststudienbeihilfe | Maximal ca. 1.072 € pro Monat (ohne Kinderzuschlag), plus 144 € pro Kind. | Deckt bei vielen Studierenden einen relevanten Teil der Lebenshaltung, reicht aber meist nicht für alle Kosten. |
| Zuverdienstgrenze | 17.212 € brutto jährlich (Kalenderjahr 2025; für 2026 voraussichtlich weiter valorisiert). | Wer mehr verdient, riskiert Kürzungen oder Rückforderungen der Studienbeihilfe – gute Jahresplanung ist Pflicht. |
| Lebenshaltungskosten | Richtwert rund 1.100–1.300 € pro Monat (Wien eher am oberen Ende, kleinere Städte darunter). | Enthält Miete, Ernährung, Freizeit, Lernmittel, Mobilität. Individuelle Lebensweise kann stark abweichen. |
| Wohnkosten | Studierendenheim meist ab ca. 350–450 €; WG-Zimmer oft 450–650 €; kleine Wohnung in Ballungsräumen deutlich teurer. | Miete ist der größte Kostenblock – in vielen Fällen 35–50 % des Budgets. |
| Studiengebühren (öffentliche Unis) | EU/EWR: keine Studiengebühr innerhalb der Mindeststudiendauer + Toleranzsemester; danach ca. 363,36 € pro Semester. ÖH-Beitrag ca. 25–30 € pro Semester. | Im Regelfall fallen nur ÖH-Beiträge an. Gebühren entstehen vor allem bei langen Studienzeiten oder für Drittstaatenangehörige. |
| Studierende mit Studienbeihilfe | Rund 10–15 % der Studierenden beziehen klassische Studienbeihilfe. | Die Mehrheit finanziert sich ohne Beihilfe – über Eltern, Nebenjobs, andere Stipendien oder Kredite. |
| Erwerbstätigkeit | Etwa zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium, oft 15–20 Stunden pro Woche oder mehr. | Viele sind auf das Einkommen angewiesen. Zu viel Arbeit kann allerdings das Studium verlängern. |
Kosten, Förderungen & Wertentwicklung
Die folgende Tabelle fasst typische Kostenblöcke, passende Fördermöglichkeiten und die „Wertentwicklung“ Ihres Studiums zusammen. Die Beträge sind Richtwerte und sollen Ihnen helfen, das Studienjahr 2026 realistisch zu planen.
| Bereich | Typische Kosten 2026 | Mögliche Förderungen | Wertentwicklung / Einordnung | Quelle(n) |
|---|---|---|---|---|
| Öffentliche Universität (EU/EWR) |
|
|
Sehr kostengünstig im internationalen Vergleich. Entscheidender Vorteil: geringe direkte Studienkosten, Fokus liegt auf Wohn- und Lebenshaltung. | oesterreich.gv.at, Studienförderungsgesetz, Universitäten |
| Fachhochschule (FH) |
|
|
Praxisnahe Ausbildung, gute Arbeitsmarktchancen – die zusätzlichen Gebühren sind oft durch höhere Beschäftigungsquoten nach Abschluss wirtschaftlich vertretbar. | FH-Informationsseiten, oesterreich.gv.at |
| Private Universität / Privat-FH |
|
|
Deutlich höhere Anfangsinvestition, dafür oft kleine Gruppen, besondere Spezialisierungen und starke Netzwerke. Wirtschaftlich sinnvoll, wenn das Programm zu klaren Karriereplänen passt. | Hochschulwebsites, Studieren.at |
| Lebenshaltung gesamt (Wien) |
|
|
Der größte Kostenblock. Eine strukturierte Monatsplanung (Budget-App, Haushaltsplan) entscheidet, ob Sie ohne Schulden durchs Jahr kommen. | Study in Austria, Unis, Studierendensozialerhebung |
| Wohnen (Heim / WG / eigene Wohnung) |
|
|
Miete frisst häufig 35–50 % des Budgets. Frühzeitige Wohnungssuche und Wohngemeinschaften sind die wichtigsten Hebel, um Kosten zu senken. | AK/ÖH-Studie Wohnkosten, VSStÖ, Wiener Zeitung |
| Studienbezogene Kosten (IT, Skripten, Prüfungsgebühren) |
|
|
Digitale Ausstattung ist heute Pflicht. Gute Geräte und Lernmaterialien erhöhen den Studienerfolg und die Chancen am Arbeitsmarkt. | Unis, WU Executive Academy, BMF-Infos |
| Sozialversicherung & Gesundheit |
|
|
Gesundheit ist Voraussetzung für Studienerfolg. Wer hier bewusst plant, spart langfristig hohe Kosten durch Prävention. | ÖGK, ÖH, AK-Beratungen |
| Langfristige „Wertentwicklung“ des Studiums |
|
|
Akademische Abschlüsse führen im Schnitt zu höherem Lebenseinkommen, geringerer Arbeitslosigkeit und größerer beruflicher Flexibilität. Die „Rendite“ zeigt sich über Jahrzehnte. | OECD-Studien, Statistik Austria (allgemeine Befunde) |
Finanzierungsmöglichkeiten im Detail
1. Staatliche Studienbeihilfe
Die staatliche Studienbeihilfe ist die zentrale Sozialleistung für Studierende mit geringem familiären Einkommen. Anspruch haben österreichische Staatsbürger:innen und gleichgestellte Personen, wenn soziale Bedürftigkeit und günstiger Studienerfolg vorliegen.
Wichtige Eckpunkte (Stand Studienjahr 2025/26, relevant für 2026):
- Maximale Höchststudienbeihilfe: rund 1.072 € pro Monat (12.867 € pro Jahr), abhängig von Alter, Wohnsituation und Familiensituation.
- Zusätzlich 144 € pro Monat und Kind für Studierende mit Betreuungspflichten.
- Die Beträge werden jährlich valorisiert (Inflationsanpassung mit 1. September).
- Antragsfristen: 20. September bis 15. Dezember (Wintersemester), 20. Februar bis 15. Mai (Sommersemester).
Praxis-Tipp: Nutzen Sie den Online-Beihilfenrechner der Arbeiterkammer oder der Studienbeihilfenbehörde, um eine realistische Berechnung für Ihre Situation zu erhalten. Die endgültige Entscheidung trifft immer die Stipendienstelle.
2. Zuverdienstgrenze und Nebenjob
Mit Studienbeihilfe dürfen Sie arbeiten – aber nur bis zu einer bestimmten Zuverdienstgrenze, ohne dass die Beihilfe gekürzt wird.
- Zuverdienstgrenze 2025: 17.212 € brutto pro Jahr.
- Die Grenze wird jährlich valorisiert und gilt voraussichtlich auch 2026 mit angepasstem Betrag.
- Überschreitungen führen oft zu nachträglichen Rückforderungen – das kann mehrere Tausend Euro ausmachen.
- Rechnen Sie frühzeitig: Jahresbruttoeinkommen (inkl. Ferialjobs) minus Werbungskosten, Sozialversicherung etc. ist entscheidend.
Strategie: Planen Sie Ihren Nebenjob so, dass Sie unter der Zuverdienstgrenze bleiben oder bewusst darüber gehen und dabei einkalkulieren, dass die Beihilfe sinkt. Für manche Vollzeit- oder gut bezahlte Teilzeitjobs kann das trotzdem sinnvoll sein.
3. Selbsterhalterstipendium und weitere Beihilfen
Wer vor dem Studium mehrere Jahre lang eigenständig gearbeitet hat, kann statt der „klassischen“ Studienbeihilfe ein Selbsterhalterstipendium erhalten. Hier sind die Höchstbeträge – je nach Alter und Valorisierung – noch etwas höher.
- Voraussetzung: Mindestens vier Jahre durch eigenes Einkommen selbst erhalten.
- Höchstbeträge (Studienjahr 2025/26): je nach Altersgruppe rund 1.000–1.120 € pro Monat.
- Auch hier gilt die Zuverdienstgrenze, jedoch mit speziellen Regelungen.
Zudem gibt es spezielle Zuschüsse, etwa:
- Studienabschluss-Stipendium (wenn nur mehr wenige Prüfungen fehlen)
- Mobilitätsstipendium für Auslandsaufenthalte
- Beihilfe zum Auslandsstudium
4. Familienbeihilfe & Unterstützung durch Eltern
Die meisten Studierenden finanzieren sich aus einem Mix aus elterlicher Unterstützung, Familienbeihilfe und Nebenjob. Die Familienbeihilfe wird in Österreich bis ins junge Erwachsenenalter gezahlt, wenn ein ordnungsgemäßes Studium betrieben wird.
- Die Altersgrenzen und Studiennachweise sind streng geregelt.
- Die Familienbeihilfe wird bei der Berechnung der Studienbeihilfe berücksichtigt (sie reduziert die Höchstbeihilfe).
- Gespräche innerhalb der Familie sind wichtig, um klar zu machen, welchen Beitrag Eltern realistisch leisten können.
5. Studienkredite und private Stipendien
Studienkredite sind in Österreich weniger verbreitet als etwa in Deutschland, können aber eine Lücke schließen. Wichtig ist hier eine sehr vorsichtige Planung:
- Nur so viel Kredit aufnehmen, wie unbedingt nötig.
- Zinsen, Tilgungsbeginn und Laufzeit kritisch vergleichen.
- Berücksichtigen, dass Sie beim Berufseinstieg bereits Rückzahlungsverpflichtungen haben.
Private Stipendien (z. B. von Stiftungen, Unternehmen oder Hochschulen) können Studiengebühren oder Lebenshaltungskosten deutlich reduzieren. Bewerbungen erfordern meist gute Leistungen, Engagement oder besondere Lebenssituationen.
Steuern & Sozialversicherung: So holen Sie Geld zurück
Studienkosten steuerlich absetzen
Viele Studierende arbeiten bereits und zahlen Lohnsteuer. Dann lohnt sich die Arbeitnehmer:innenveranlagung (Steuerausgleich). Studienkosten können – je nach Konstellation – als Werbungskosten oder Sonderausgaben berücksichtigt werden, wenn ein beruflicher Zusammenhang besteht.
- Fortbildungs- und Um Ausbildungskosten im Zusammenhang mit einem bestehenden oder verwandten Beruf sind absetzbar.
- Dazu zählen z. B. Studiengebühren, Fachliteratur, Fahrtkosten, Laptop, Seminare.
- Je nach Einkommen kann der Staat einen erheblichen Teil der Kosten „zurückzahlen“ – bei hohen Einkommen teils bis zu rund 50 %.
Praxistipp: Sammeln Sie alle Rechnungen (PDF, Fotos) und führen Sie eine einfache Liste Ihrer Studienkosten. Viele AK- und ÖH-Beratungsstellen helfen gratis beim Steuerausgleich.
Geringfügige Beschäftigung & Versicherung
Wer unter der geringfügigen Grenze arbeitet, zahlt meist keine Sozialversicherung, ist aber oft über die Eltern mitversichert. Arbeiten Sie regelmäßig mehr, sollten Sie prüfen, ob Sie sich selbst versichern müssen – sonst drohen Nachzahlungen.
- Mitversicherung bei den Eltern ist bis zu bestimmten Alters- und Einkommensgrenzen möglich.
- Studentische Selbstversicherung bietet relativ günstige Beiträge – dafür sind Sie eigenständig krankenversichert.
- Bei höheren Einkommen im Studium sind normale Pflichtbeiträge fällig.
Praxisbeispiele: So könnte ein Studienjahr 2026 finanziert werden
Beispiel 1: Bachelorstudentin in Wien mit Studienbeihilfe
- Lebenshaltung: ca. 1.200 € pro Monat
- Einnahmen:
- Studienbeihilfe: 750 €
- Familienbeihilfe (geht an Eltern, die 250 € weitergeben)
- Geringfügiger Nebenjob: 250 € (unterhalb der Zuverdienstgrenze)
- Budget geht sich knapp aus, aber ohne Schulden – vorausgesetzt, größere Anschaffungen (Laptop) werden rechtzeitig geplant.
Beispiel 2: FH-Student als Selbsterhalter in Graz
- Lebenshaltung: ca. 1.000 € pro Monat
- Einnahmen:
- Selbsterhalterstipendium: rund 1.000 €
- Kleiner Nebenjob: 150 € (unter der Zuverdienstgrenze)
- Mögliches Plus am Monatsende, das für Rücklagen (z. B. Auslandssemester, Kaution) verwendet wird.
Beispiel 3: Berufsbegleitendes Masterstudium mit Steueroptimierung
- Vollzeitjob und berufsbegleitendes Masterprogramm an FH oder Universität.
- Studiengebühren von mehreren Tausend Euro pro Jahr.
- Ausgaben (Gebühren, Reise, Lernmittel) als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzbar.
- Je nach Einkommen holt die Person einen beträchtlichen Teil der Kosten über die Steuer zurück.
Expert:innen-Meinungen zur Studienfinanzierung in Österreich
Verschiedene Institutionen bewerten die aktuelle Lage von Studierenden – von Interessensvertretungen über Ministerien bis hin zu Beratungsstellen. Die folgende Tabelle fasst zentrale Aussagen zusammen (sprachlich zusammengefasst).
| Name | Funktion / Institution | Kernaussage | Quelle (ohne Link) |
|---|---|---|---|
| Miriam Amann | Bundesvorsitzende VSStÖ | Spricht von einer „Armutsgefährdung“ für viele Studierende, fordert eine Erhöhung der Studienbeihilfe über die Armutsgefährdungsgrenze und kritisiert stark gestiegene Wohnkosten. | Presseaussendung „Studieren darf kein Luxus sein!“ (2024), VSStÖ |
| Martin Polaschek | Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung | Betont, dass die Bundesregierung die Studienbeihilfe erhöht, jährlich valorisiert und die Zuverdienstgrenzen angehoben hat, um Studierende zu entlasten. | Presseaussendung BMBWF zur Studienbeihilfe 2024/25 |
| Expert:innen der Studienbeihilfenbehörde | Studienbeihilfenbehörde (stipendium.at) | Verweisen auf den Rechtsanspruch bei Erfüllung der Voraussetzungen und auf die jährliche Valorisierung der Beihilfe sowie die erhöhte Zuverdienstgrenze. | Informationsseiten der Studienbeihilfenbehörde |
| AK-Bildungsberatung | Arbeiterkammer Oberösterreich / Wien | Hebt hervor, dass viele Studierende ohne Studienbeihilfe auskommen müssen und empfiehlt, Beihilfenrechner und Steuertipps zu nutzen, um alle Förder- und Rückzahlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. | AK-Infos „Staatliche Studienbeihilfe“, „Steuertipps für Studierende“ |
| OeAD / „Study in Austria“ | Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung | Empfiehlt, für das Studium rund 1.200 € monatlich für Lebenshaltungskosten einzuplanen – je nach Studienort und Wohnform. | Informationsportal „Study in Austria – Living costs“ |
| Redaktion Studieren.at / STUWO | Studien- und Wohnheimratgeber | Weist darauf hin, dass nur ein kleiner Teil der Studierenden Studienbeihilfe erhält und dass eine Mischung aus Elternunterstützung, Arbeit und Beihilfen realistisch eingeplant werden muss. | Ratgeberseiten zu Studienbeihilfe und Wohnkosten |
| WU Executive Academy | Universität für Wirtschaft und Recht, Weiterbildungsprogramme | Unterstreicht, dass Studiengebühren und viele begleitende Kosten steuerlich absetzbar sind und sich dadurch – je nach Einkommen – ein erheblicher Teil der Investition zurückholen lässt. | Ratgeber „Steuerliche Absetzbarkeit von Studienkosten“ |
Checkliste: Finanzplanung für das Studienjahr 2026
- Monatliche Fixkosten (Miete, Versicherung, Ticket, Handy, Internet) notieren.
- Variablen (Essen, Freizeit, Lernmittel) realistisch schätzen – lieber großzügig.
- Prüfen, ob Anspruch auf Studienbeihilfe oder Selbsterhalterstipendium besteht.
- Familienbeihilfe, elterliche Unterstützung und Nebenjob koordinieren.
- Zuverdienstgrenze im Kalenderjahr im Blick behalten.
- Alle Studien- und Fortbildungskosten für den Steuerausgleich sammeln.
- Rücklagen für Sonderausgaben (Laptop, Umzug, Kaution) einplanen.
- Beratungsangebote von ÖH, AK, Hochschulen und Studienbeihilfenbehörde nutzen.
FAQ: Häufige Fragen zur Studienfinanzierung in Österreich 2026
Wie viel kostet ein Studium in Österreich wirklich pro Monat?
Als grober Richtwert gelten je nach Stadt und Wohnform rund 1.100–1.300 € pro Monat. Der größte Posten ist die Miete, gefolgt von Ernährung, Mobilität und Lernmitteln. Wer sehr sparsam lebt oder im Elternhaus wohnt, kann darunter liegen – in Ballungsräumen mit eigener Wohnung sind auch deutlich höhere Beträge möglich.
Wie hoch ist die Studienbeihilfe 2025/26 und voraussichtlich 2026?
Die mögliche Höchststudienbeihilfe liegt derzeit bei rund 1.072 € pro Monat, je nach Alter, Wohnort der Eltern und familiärer Situation. Zusätzlich gibt es Zuschläge für Kinder. Die Beträge werden jährlich an die Inflation angepasst – daher sind für 2026 leichte Erhöhungen zu erwarten.
Wie viel darf ich mit Studienbeihilfe dazuverdienen?
Für 2025 liegt die Zuverdienstgrenze bei 17.212 € brutto pro Jahr. Überschreiten Sie diese Grenze, kann die Studienbeihilfe rückwirkend gekürzt oder zurückgefordert werden. Für 2026 wird die Grenze voraussichtlich erneut valorisiert. Wichtig ist, Ferialjobs und regelmäßige Beschäftigung gemeinsam zu betrachten.
Welche Studienkosten kann ich steuerlich absetzen?
Kosten für berufsbezogene Studien (z. B. Master im gleichen oder verwandten Berufsfeld) können in vielen Fällen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Dazu zählen Studiengebühren, Fachliteratur, Arbeitsmittel, Fahrtkosten und Nächtigungen. Ob und in welcher Höhe das möglich ist, hängt von Ihrer individuellen steuerlichen Situation ab.
Lohnt sich ein Nebenjob trotz Studienbeihilfe?
Ja, ein Nebenjob ist für viele Studierende unverzichtbar, um das Budget zu decken. Wichtig ist ein gutes Gleichgewicht: Wer zu viel arbeitet, riskiert längere Studiendauer und Stress. Finanziell sollten Sie genau rechnen, ob sich ein höheres Einkommen trotz möglicher Kürzung der Studienbeihilfe lohnt.
Welche Förderungen gibt es zusätzlich zur Studienbeihilfe?
Neben der klassischen Studienbeihilfe gibt es Selbsterhalterstipendium, Studienabschluss-Stipendium, Mobilitätsstipendien, Beihilfen zum Auslandsstudium und zahlreiche private Stipendien. Zudem können Wohnbeihilfen auf Landesebene, Familienbeihilfe und Angebote einzelner Hochschulen das Budget verbessern.
Wie können internationale Studierende ihr Studium in Österreich finanzieren?
Internationale Studierende haben teilweise andere Gebührenstrukturen und Förderbedingungen. EU/EWR-Bürger:innen sind meist österreichischen Studierenden gleichgestellt, während Drittstaatsangehörige höhere Studiengebühren zahlen können. Stipendienprogramme, Förderungen des Herkunftslandes, Nebenjobs (unter Einhaltung der Aufenthalts- und Arbeitsbestimmungen) und Wohnheimplätze spielen hier eine wichtige Rolle.
Quellen & weiterführende Informationen
Die wichtigsten Daten und Aussagen in diesem Ratgeber basieren auf folgenden, sorgfältig geprüften Quellen (Stand: Ende 2025):
- oesterreich.gv.at – Informationsseite „Studienbeihilfe“ (Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung): Offizielle Beschreibung der Voraussetzungen, der Höchststudienbeihilfe (inkl. Kinderzuschlag) und des Systemantragsverfahrens.
Zur Quelle - Studienbeihilfenbehörde – stipendium.at: Offizielle Informationen zu Antragsfristen, Valorisierung der Studienbeihilfe und Erhöhung der Zuverdienstgrenze, inklusive Verweis auf die Studienbeihilfen-Valorisierungsverordnung 2025.
Zur Quelle - Arbeiterkammer Oberösterreich – „Staatliche Studienbeihilfe“: Detaillierte Erläuterung der Zuverdienstgrenze (17.212 € für 2025), der Anrechnung von Einkommen und des AK-Beihilfenrechners.
Zur Quelle - OeAD / „Study in Austria“ – Living costs: Offizielle Empfehlung, für ein Studium in Österreich monatliche Lebenshaltungskosten von etwa 1.200 € einzuplanen, inklusive Wohnkosten und sonstiger Ausgaben.
Zur Quelle - VSStÖ – Pressemitteilung „Studieren darf kein Luxus sein!“ (2024): Bewertung der sozialen Lage von Studierenden, Hinweis auf hohe Armutsgefährdung, steigende Wohnkosten und Forderung nach einer deutlichen Erhöhung der Studienbeihilfe.
Zur Quelle - Studieren.at – Ratgeber „Was kostet ein Studium?“ und „Studienbeihilfe“: Übersichten zu Studiengebühren, Lebenshaltungskosten, Anspruchsvoraussetzungen und Höhe der Studienbeihilfe inklusive Grundbetrag und Zuverdienstgrenze.
Zur Quelle „Was kostet ein Studium?“
Zur Quelle „Studienbeihilfe“ - WU Executive Academy – „Steuerliche Absetzbarkeit“: Praxisorientierte Erläuterungen zur steuerlichen Behandlung von Studiengebühren, Weiterbildungskosten und Werbungskosten mit Bezug auf die Richtlinien des Finanzministeriums.
Zur Quelle
WICHTIG: ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR – Sollten Ihnen Fehler im Text auffallen, gerne bei uns per Mail melden!

















