Ein Pharmazie Studium in Österreich ist 2026 besonders für alle relevant, die Naturwissenschaften, Gesundheit, Arzneimittel und Laborarbeit verbinden möchten.
Wer im Herbst starten will, muss aber genau auf Standort, Fristen, Aufnahmeverfahren, Kosten, Latein, Studienaufbau und den späteren Weg zur Apothekerin oder zum Apotheker achten.
Pharmazie wird in Österreich an den öffentlichen Universitäten Wien, Graz und Innsbruck sowie an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg angeboten. Der wichtigste Unterschied 2026: In Wien und Graz läuft ein Aufnahmeverfahren mit Test am 9. Juli 2026, Innsbruck hat das Aufnahmeverfahren für Bachelor Pharmazie im Studienjahr 2026/27 ausgesetzt, und die PMU Salzburg ist eine Privatuniversität mit eigenem Auswahlverfahren und Studiengebühren.
Pharmazie Studium 2026: Das Wichtigste im Überblick
| Thema | Stand Juni 2026 |
| Studienorte | Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg |
| Studienmodell | Bachelorstudium mit 6 Semestern und anschließendem Masterstudium mit 4 Semestern |
| Gesamtdauer bis Master | In der Regel 10 Semester beziehungsweise 5 Jahre |
| Wien 2026/27 | 441 Studienplätze, Aufnahmeverfahren, schriftlicher Test am 9. Juli 2026 |
| Graz 2026/27 | 160 Studienplätze, Aufnahmeverfahren, Prüfungstermin am 9. Juli 2026 |
| Innsbruck 2026/27 | Aufnahmeverfahren ausgesetzt, allgemeine Zulassungsfrist beachten |
| PMU Salzburg | Privatuniversität, jährlich 50 Plätze, eigene Auswahl, Studiengebühr |
| Latein | Kann als Ergänzungsprüfung während des Studiums nötig sein |
| Apotheker:in werden | Nach Master folgen Aspirantenjahr, Aspirantenprüfung und Berufsberechtigung |
Wer nach der Matura noch mehrere offene To-dos hat, sollte das Pharmazie-Update mit einer allgemeinen Studienstart-Planung verbinden. Besonders hilfreich ist dafür die Checkliste für den Studienstart nach der Matura.
Wo kann man Pharmazie in Österreich studieren?
Die vier wichtigsten Studienorte unterscheiden sich deutlich. Wien und Graz haben 2026 ein Aufnahmeverfahren mit fixem Testtermin. Innsbruck ist für 2026/27 besonders interessant, weil das Aufnahmeverfahren laut Universität Innsbruck ausgesetzt wurde. Salzburg bietet Pharmazie an der PMU als kostenpflichtiges Privatstudium an.
| Standort | Was 2026 wichtig ist |
| Universität Wien | 441 Plätze, Antrag 2. März bis 4. Mai 2026, Test am 9. Juli 2026, Kostenbeitrag 50 Euro, Testdauer 2 Stunden. |
| Universität Graz | Bachelor Pharmazeutische Wissenschaften, 160 Plätze, Registrierung 2. März bis 4. Mai 2026, Prüfung am 9. Juli 2026. |
| Universität Innsbruck | Aufnahmeverfahren für Bachelor Pharmazie im Studienjahr 2026/27 ausgesetzt; allgemeine Zulassungsfristen beachten. |
| PMU Salzburg | Privatuniversität, jährlich 50 Studierende, mehrstufiges Aufnahmeverfahren, Anmeldeschluss 30. Juni 2026, Studiengebühr 16.700 Euro pro Jahr im Bachelor. |
Wien: Aufnahmeprüfung am 9. Juli 2026
An der Universität Wien ist Pharmazie ein zugangsgeregeltes Bachelorstudium. Für das Studienjahr 2026/27 standen 441 Studienplätze zur Verfügung. Die Antragsfrist lief von 2. März bis 4. Mai 2026. Der schriftliche Test findet am 9. Juli 2026 vor Ort in Wien statt. Einen Ersatztermin gibt es nicht.
Wer für 2026 bereits registriert ist, sollte jetzt vor allem Testort, Uhrzeit, Ausweis, Unterlagen und Anreise prüfen. Wer die Frist verpasst hat, kann für Wien im Studienjahr 2026/27 in der Regel nicht einfach später in das Aufnahmeverfahren einsteigen.
Graz: Pharmazeutische Wissenschaften mit 160 Plätzen
In Graz heißt das Bachelorstudium Pharmazeutische Wissenschaften. Für das Studienjahr 2026/27 sind 160 Studienplätze pro Studienjahr vorgesehen. Die Registrierungsfrist lief ebenfalls von 2. März bis 4. Mai 2026. Der Prüfungstermin ist der 9. Juli 2026.
Graz ist besonders für Studieninteressierte aus der Steiermark naheliegend. Trotzdem sollte man nicht nur nach Nähe entscheiden. Entscheidend sind Aufnahmechance, Studienplan, Labororganisation, Pendelzeit, Wohnkosten und persönliche Belastbarkeit.
Innsbruck: 2026/27 ohne Aufnahmeverfahren, aber nicht ohne Zulassung
Innsbruck ist 2026/27 ein Sonderfall: Das Aufnahmeverfahren für Bachelor Pharmazie wurde ausgesetzt. Das bedeutet aber nicht, dass man ohne jede Voraussetzung einfach starten kann. Die allgemeine Universitätsreife, die fristgerechte Zulassung und mögliche Zusatz- oder Ergänzungsprüfungen bleiben relevant.
Für das Wintersemester 2026/27 nennt die Universität Innsbruck als allgemeine Zulassungsfrist für Bachelor- und Diplomstudien den Zeitraum von 13. Juli bis 5. September 2026. Wer Innsbruck als Alternative zu Wien oder Graz überlegt, sollte diese Frist sehr ernst nehmen und direkt bei der Universität prüfen, welche Unterlagen benötigt werden.
Salzburg: PMU als Privatuniversität mit Studiengebühren
Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg bietet Pharmazie als Bachelor- und Masterstudium an. Jährlich werden 50 Studierende ausgewählt. Für 2026/27 ist der Anmeldeschluss für das Bachelorstudium mit 30. Juni 2026 angegeben. Die Studiengebühr im Bachelor liegt bei 16.700 Euro pro Jahr; inklusive Anmeldegebühr werden für sechs Semester Gesamtkosten von 50.200 Euro genannt.
Die PMU kann für manche attraktiv sein, weil Struktur, Betreuung und fixe Studienorganisation eine große Rolle spielen. Finanziell ist sie aber eine völlig andere Entscheidung als ein öffentliches Studium. Wer Salzburg prüft, sollte Kosten, Finanzierung, Stipendien, Wohnkosten und Vertragsbedingungen vor der Bewerbung genau vergleichen.
Voraussetzungen: Was braucht man für Pharmazie?
Grundvoraussetzung ist die allgemeine Universitätsreife, also meist die Matura, Berufsreifeprüfung, Studienberechtigungsprüfung oder ein gleichwertiger Abschluss. Je nach Standort, Staatsangehörigkeit, Reifezeugnis und Sprachkenntnissen können weitere Schritte nötig sein.
| Voraussetzung | Einordnung |
| Allgemeine Universitätsreife | Meist Matura, Berufsreifeprüfung, Studienberechtigungsprüfung oder gleichwertiger Abschluss. |
| Deutschkenntnisse | Pharmazie wird an öffentlichen Standorten grundsätzlich auf Deutsch angeboten; für die Zulassung können Nachweise nötig sein. |
| Latein | Wenn Latein nicht im erforderlichen Ausmaß in der Schule absolviert wurde, kann eine Ergänzungsprüfung während des Studiums nötig sein. |
| Biologie | Je nach Standort und Vorbildung können Zusatzprüfungen aus Biologie und Umweltkunde relevant sein. |
| Aufnahmeverfahren | 2026/27 besonders in Wien und Graz zentral; Innsbruck hat das Aufnahmeverfahren ausgesetzt. |
Wer keine klassische Matura hat, sollte nicht sofort aufgeben. Je nach Vorbildung können Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung ein Weg sein. Eine erste Orientierung bietet der Beitrag Studieren ohne Matura in Österreich. Für Erwachsene in der Steiermark ist auch Matura nachholen in der Steiermark relevant.
Aufnahmeprüfung 2026: Was jetzt zählt
Für Wien und Graz ist der 9. Juli 2026 der zentrale Prüfungstermin. Wer angemeldet ist, sollte die letzten Tage nicht nur mit Stofflernen verbringen, sondern auch organisatorisch sauber planen. Ausweis, Einladung, Testort, Anreise, Uhrzeit, Verpflegung und erlaubte Hilfsmittel sollten vor dem Testtag geklärt sein.
Was die Aufnahmeprüfung typischerweise prüft
Die genauen Testteile hängen vom Standort ab. In der Regel geht es um fachbezogenes Wissen, Textverständnis, kognitive Fähigkeiten und die Fähigkeit, unter Zeitdruck konzentriert zu arbeiten. Wer nur „irgendwie Naturwissenschaften mag“, unterschätzt häufig den Umfang der Vorbereitung.
| Bereich | Warum er wichtig ist |
| Chemie | Sehr wichtig, weil Arzneistoffe, Reaktionen, Analytik und Laborarbeit stark chemisch geprägt sind. |
| Biologie | Relevant für Körper, Zellen, Mikroorganismen, Wirkungen und Grundlagen der Gesundheit. |
| Textverständnis | Wichtig für Fachtexte, Studienliteratur und präzises Arbeiten mit Informationen. |
| Kognitive Fähigkeiten | Prüfen unter anderem logisches Denken, Mustererkennung, Konzentration und Problemlösen. |
| Zeitmanagement | Der Test ist nicht nur Wissens-, sondern auch Belastungs- und Konzentrationssituation. |
Wer Pharmazie auch als Alternative zu Medizin überlegt, sollte den Unterschied zum MedAT realistisch sehen. Pharmazie ist fachlich anders aufgebaut, aber nicht automatisch leichter. Einen aktuellen Vergleichspunkt liefert der Beitrag zum MedAT 2026 in Österreich.
Ist Pharmazie schwer?
Ja, Pharmazie gilt als anspruchsvoll. Nicht, weil es unmöglich wäre, sondern weil mehrere fordernde Bereiche zusammenkommen: Chemie, Biologie, Physik, Laborpraxis, Pharmakologie, Arzneimitteltechnologie, viel Stoff, genaue Dokumentation und oft ein dichter Stundenplan.
Pharmazie ist nicht Medizin light
Ein häufiger Irrtum lautet: Wer Medizin nicht schafft, macht eben Pharmazie. Das wird dem Studium nicht gerecht. Pharmazie ist ein eigenes naturwissenschaftliches Fach mit starkem Fokus auf Arzneistoffe, Herstellung, Qualität, Wirkung, Wechselwirkung, Analyse und sichere Anwendung von Medikamenten.
Wer vor allem Patient:innenkontakt sucht, muss wissen: Im Studium selbst stehen viele Grundlagen, Laborübungen und theoretische Inhalte im Vordergrund. Der direkte Apothekenalltag kommt besonders später über Praktika, Master, Aspirantenjahr und Berufspraxis stärker dazu.
| Pharmazie passt gut, wenn du … | Pharmazie passt weniger gut, wenn du … |
| Chemie und Biologie ernsthaft interessant findest | Laborarbeit nur als Nebensache siehst. |
| genau, sauber und geduldig arbeiten kannst | sehr ungern auswendig lernst oder präzise dokumentierst. |
| Arzneimittel und Gesundheit verbinden willst | eigentlich ein rein medizinisches Studium suchst. |
| mit viel Stoff und Prüfungsdruck umgehen kannst | ein lockeres Studium mit wenig Pflichtterminen erwartest. |
| Apotheke, Industrie, Labor oder Forschung spannend findest | nur einen schnellen Weg zu einem Gesundheitsberuf suchst. |
Dauer und Aufbau: Bachelor, Master und dann?
Das Pharmazie Studium ist in Österreich grundsätzlich als Bachelor- und Masterstudium aufgebaut. Das Bachelorstudium dauert sechs Semester und umfasst 180 ECTS. Darauf folgt ein Masterstudium mit vier Semestern und 120 ECTS. Bis zum Masterabschluss sollte man daher mit mindestens fünf Jahren Studienzeit rechnen.
| Abschnitt | Dauer und Bedeutung |
| Bachelorstudium | 6 Semester, 180 ECTS, naturwissenschaftliche und pharmazeutische Grundlagen. |
| Masterstudium | 4 Semester, 120 ECTS, stärkere Spezialisierung auf Arzneimittel, Anwendung, Qualität und pharmazeutische Praxis. |
| Aspirantenjahr | Einjährige praktische Ausbildung nach dem Master in einer öffentlichen Apotheke oder Krankenhausapotheke. |
| Aspirantenprüfung | Abschluss des Aspirantenjahres mit theoretischem und praktischem Prüfungsteil. |
| Berufsberechtigung | Für die Tätigkeit als Apotheker:in in öffentlicher Apotheke oder Krankenhausapotheke ist zusätzlich die allgemeine Berufsberechtigung erforderlich. |
Wichtig ist: Der Bachelor allein ist nicht der klassische Abschluss für die Tätigkeit als Apotheker:in. Wer wirklich in der Apotheke als Apothekerin oder Apotheker arbeiten möchte, muss den Weg bis Master, Aspirantenjahr und Berufsberechtigung mitdenken.
Kosten: Was kostet Pharmazie in Österreich?
An öffentlichen Universitäten sind die laufenden Kosten für österreichische und viele EU-/EWR-Studierende in der Regel deutlich niedriger als an einer Privatuniversität. Zu beachten sind aber ÖH-Beitrag, mögliche Studienbeiträge bei Überschreitung bestimmter Fristen oder je nach Staatsangehörigkeit, Lernunterlagen, Laborbedarf, Wohnen, Fahrtkosten und Lebenshaltungskosten.
| Studienform | Kostenfaktor |
| Öffentliche Universität | Meist ÖH-Beitrag und je nach Situation Studienbeitrag; zusätzlich Lebenshaltung, Bücher, Fahrt, Wohnen und Lernmaterial. |
| Universität Wien Aufnahmeverfahren | 50 Euro Kostenbeitrag für das Aufnahmeverfahren 2026/27. |
| PMU Salzburg Bachelor | 16.700 Euro Studiengebühr pro Jahr, Gesamtkosten Bachelor 50.200 Euro inklusive Anmeldegebühr laut PMU. |
| Wohnen in Studienorten | Graz, Wien, Innsbruck und Salzburg unterscheiden sich stark bei Miete und Lebenshaltungskosten. |
| Studienfinanzierung | Studienbeihilfe, Familienbeihilfe, Nebenjob, Selbsterhalterstipendium oder Stipendien können je nach Situation relevant sein. |
Gerade bei einem langen Studium sollten Kosten früh geplant werden. Hilfreich sind die Beiträge zu Studieren in Österreich: Kosten und Beihilfen, zur Studienbeihilfe in Österreich und zum Selbsterhalterstipendium.
Was tun, wenn die Anmeldung 2026 verpasst wurde?
Wer die Registrierung für Wien oder Graz verpasst hat, sollte nicht planlos warten. Je nach Standort und Zeitpunkt können Alternativen bestehen, aber sie müssen offiziell geprüft werden. Besonders Innsbruck, PMU Salzburg oder eine Vorbereitung auf das Aufnahmeverfahren 2027 können dann relevant werden.
| Situation | Sinnvoller nächster Schritt |
| Anmeldung Wien verpasst | Für 2026/27 meist kein Einstieg ins Aufnahmeverfahren; 2027 planen und Alternativen prüfen. |
| Anmeldung Graz verpasst | Prüfen, ob Nachregistrierung nur bei nicht ausgeschöpftem Kontingent möglich wäre; offizielle Uni-Seite zählt. |
| Innsbruck als Alternative | Allgemeine Zulassungsfrist und konkrete Unterlagen direkt bei der Universität Innsbruck prüfen. |
| PMU Salzburg | Frist, Kosten, Auswahlverfahren und Finanzierung rasch prüfen. |
| Start erst 2027 | Chemie, Biologie, Latein, Laborgrundlagen, Lernstrategie und Studienfinanzierung vorbereiten. |
Ein verpasster Testtermin ist ärgerlich, aber kein endgültiges Scheitern. Wer die Zeit bis 2027 gut nutzt, kann fachlich deutlich stärker antreten. Sinnvoll sind Grundlagen in Chemie, Biologie, Textverständnis und konzentriertem Arbeiten unter Zeitdruck.
Beruf nach dem Pharmazie Studium
Viele verbinden Pharmazie automatisch mit der öffentlichen Apotheke. Das ist ein wichtiger Weg, aber nicht der einzige. Absolvent:innen können je nach Abschluss, Spezialisierung und Berufserfahrung auch in Krankenhausapotheken, pharmazeutischer Industrie, Forschung, Qualitätskontrolle, Zulassung, Arzneimittelsicherheit, Labor, Lehre oder Beratung arbeiten.
Apotheker:in werden
Wer in Österreich als Apotheker:in in einer öffentlichen Apotheke oder Krankenhausapotheke tätig sein möchte, muss nach dem Masterstudium das Aspirantenjahr absolvieren. Das ist eine einjährige praktische Ausbildung in einer öffentlichen Apotheke oder Krankenhausapotheke. Parallel dazu erfolgt ein Aspirantenkurs. Danach folgt die Aspirantenprüfung.
Mit Abschluss des Aspirantenjahres und erfolgreicher Aspirantenprüfung wird das Staatliche Apothekerdiplom verliehen. Für die Tätigkeit als Apotheker:in ist zusätzlich die allgemeine Berufsberechtigung erforderlich, die von der Österreichischen Apothekerkammer erteilt wird.
Gehalt 2026: Was verdient man als Apotheker:in?
Das Gehalt hängt von Berufserfahrung, Beschäftigungsausmaß, Dienstjahren, Zulagen, Bereitschaftsdiensten und Arbeitsbereich ab. Für allgemein berufsberechtigte Apotheker:innen nennt die Pharmazeutische Gehaltskasse im Gehaltsschema 2026 im Volldienst in Gehaltsstufe I monatlich 3.599 Euro. Aspirant:innen im Volldienst werden mit 2.104 Euro monatlich ausgewiesen.
| Berufsphase | Einordnung 2026 |
| Aspirant:in | Praktische Ausbildung nach dem Master; Entlohnung im Volldienst laut Gehaltsschema 2026 mit 2.104 Euro monatlich. |
| Allgemein berufsberechtigte Apotheker:innen | Start laut Gehaltsschema 2026 in Stufe I bei 3.599 Euro monatlich im Volldienst. |
| Mit Berufserfahrung | Das Gehalt steigt nach Dienstjahren und Stufen; Zulagen und Dienste können zusätzlich relevant sein. |
| Industrie, Forschung, Qualität, Zulassung | Gehalt und Anforderungen unterscheiden sich stark nach Unternehmen, Rolle und Spezialisierung. |
Wer Pharmazie wegen Berufschancen wählt, sollte nicht nur auf das Einstiegsgehalt schauen. Mindestens genauso wichtig sind Studienbelastung, persönliche Eignung, Arbeitsumfeld, Bereitschaftsdienste, Kommunikation mit Kund:innen, Genauigkeit und langfristige Spezialisierung. Eine breitere Orientierung bietet auch der Beitrag zu Studiengängen mit Zukunft und guten Jobchancen.
Pharmazie, Medizin oder Psychologie?
Viele Studieninteressierte vergleichen Pharmazie mit Medizin oder Psychologie. Das ist sinnvoll, aber nur, wenn man die Unterschiede ehrlich betrachtet. Medizin ist stärker ärztlich und klinisch ausgerichtet, Psychologie beschäftigt sich mit Verhalten, Erleben, Diagnostik und Forschung, Pharmazie fokussiert Arzneimittel, Wirkstoffe, Labor, Qualität und sichere Anwendung.
| Studium | Typischer Fokus |
| Pharmazie | Arzneimittel, Chemie, Biologie, Labor, Wirkung, Herstellung, Qualität und Beratung. |
| Medizin | Diagnostik, Behandlung, Patient:innenversorgung, Klinik, Praxis und ärztliche Ausbildung. |
| Psychologie | Erleben, Verhalten, Statistik, Forschung, Diagnostik, Beratung und psychologische Arbeitsfelder. |
Wer noch schwankt, sollte die Entscheidung nicht nur nach Aufnahmechance treffen. Hilfreich sind auch die Beiträge Medizin studieren in Österreich und Psychologie Studium in Österreich.
Pharmazie in Österreich und Arbeiten in Deutschland
Ein eigenes Thema ist die Frage, ob ein Pharmazie Studium aus Österreich später in Deutschland anerkannt wird. Grundsätzlich kann ein österreichischer Abschluss eine gute Basis sein. Für die Arbeit als Apotheker:in in Deutschland zählt aber nicht nur der Studienname, sondern ob die Anforderungen für das deutsche Approbationsverfahren erfüllt werden.
Wer Deutschland als späteren Arbeitsort einplant, sollte früh prüfen, welche Unterlagen, Praxiszeiten, Anerkennungsschritte und Approbationsvoraussetzungen relevant sind. Dazu gibt es einen eigenen Beitrag: Wird ein Pharmazie Studium in Österreich in Deutschland anerkannt?
FAQ zum Pharmazie Studium in Österreich
Wann ist die Pharmazie Aufnahmeprüfung 2026?
In Wien und Graz findet die Aufnahmeprüfung für Pharmazie beziehungsweise Pharmazeutische Wissenschaften am 9. Juli 2026 statt. Die Antrags- beziehungsweise Registrierungsfrist lief von 2. März bis 4. Mai 2026.
Kann man 2026 in Innsbruck Pharmazie ohne Aufnahmeprüfung studieren?
Für das Studienjahr 2026/27 wurde das Aufnahmeverfahren für Bachelor Pharmazie an der Universität Innsbruck ausgesetzt. Trotzdem gelten die allgemeinen Zulassungsfristen und Zulassungsvoraussetzungen. Interessierte sollten daher die Universität Innsbruck direkt prüfen.
Wie lange dauert das Pharmazie Studium?
Das Bachelorstudium dauert in der Regel sechs Semester, das anschließende Masterstudium vier Semester. Bis zum Masterabschluss sind also mindestens zehn Semester beziehungsweise fünf Jahre einzuplanen.
Reicht der Bachelor, um Apotheker:in zu werden?
Nein. Wer in Österreich als Apotheker:in in einer öffentlichen Apotheke oder Krankenhausapotheke arbeiten möchte, braucht nach dem Bachelor auch den Master, danach das Aspirantenjahr, die Aspirantenprüfung und die allgemeine Berufsberechtigung.
Braucht man Latein für Pharmazie?
Latein kann nötig sein, wenn es nicht bereits in der Schule im erforderlichen Ausmaß absolviert wurde. Dann muss eine Ergänzungsprüfung während des Studiums gemacht werden. Die genauen Vorgaben sollte man beim jeweiligen Studienstandort prüfen.
Ist Pharmazie schwerer als Medizin?
Das lässt sich nicht sinnvoll pauschal sagen, weil beide Studien unterschiedlich schwer sind. Pharmazie ist stark naturwissenschaftlich und labororientiert, Medizin stärker klinisch und ärztlich ausgerichtet. Wer Chemie, Biologie und exaktes Arbeiten nicht mag, wird Pharmazie wahrscheinlich als sehr fordernd erleben.
Was kostet Pharmazie in Österreich?
An öffentlichen Universitäten fallen je nach Situation vor allem ÖH-Beitrag und eventuell Studienbeitrag sowie Lebenshaltungskosten an. An der PMU Salzburg ist Pharmazie kostenpflichtig; im Bachelor nennt die PMU 16.700 Euro Studiengebühr pro Jahr.
Was passiert, wenn ich die Anmeldung für Wien oder Graz verpasst habe?
Dann ist ein Einstieg in das Aufnahmeverfahren 2026/27 in Wien oder Graz meist nicht mehr möglich. Man sollte Alternativen wie Innsbruck, PMU Salzburg oder eine gute Vorbereitung auf das Aufnahmeverfahren 2027 prüfen.
Was ist der Unterschied zwischen Pharmazie und Pharmazeutische Wissenschaften?
Die Bezeichnung unterscheidet sich je nach Standort und Studienplan. In Graz heißt das Bachelorstudium Pharmazeutische Wissenschaften, während andere Standorte von Pharmazie sprechen. Entscheidend sind Studienplan, Zulassung, Bachelor-Master-Struktur und der spätere Weg zum Apothekerberuf.
Wie viel verdient man nach dem Pharmazie Studium?
Das hängt vom Berufsweg ab. Für allgemein berufsberechtigte Apotheker:innen nennt das Gehaltsschema 2026 im Volldienst in der ersten Stufe 3.599 Euro monatlich. Aspirant:innen im Volldienst werden mit 2.104 Euro monatlich ausgewiesen.
Ist Pharmazie eine gute Alternative zu Medizin?
Nur dann, wenn man wirklich Interesse an Arzneimitteln, Chemie, Biologie, Labor und pharmazeutischer Arbeit hat. Wer eigentlich ärztlich arbeiten möchte, sollte Pharmazie nicht nur als Ausweichstudium wählen.
Welche Berufsmöglichkeiten gibt es nach Pharmazie?
Typische Wege führen in öffentliche Apotheken, Krankenhausapotheken, pharmazeutische Industrie, Forschung, Labor, Qualitätskontrolle, Arzneimittelsicherheit, Zulassung, Beratung oder Lehre. Für die Tätigkeit als Apotheker:in gelten zusätzliche Berufsvoraussetzungen.
Fazit: Pharmazie 2026 ist attraktiv, aber kein einfacher Ausweichplan
Pharmazie in Österreich bietet starke berufliche Perspektiven, verbindet Naturwissenschaften mit Gesundheit und eröffnet Wege in Apotheke, Industrie, Forschung und Labor. Gleichzeitig ist das Studium anspruchsvoll, stark chemisch und biologisch geprägt und organisatorisch durch Aufnahmeverfahren, Fristen, Laborzeiten und Zusatzprüfungen nicht zu unterschätzen.
Wer 2026 starten möchte, sollte jetzt sehr konkret handeln: Wien und Graz haben den Test am 9. Juli 2026, Innsbruck ist als Standort ohne Aufnahmeverfahren für 2026/27 besonders zu prüfen, und die PMU Salzburg ist eine kostenpflichtige Alternative mit eigener Auswahl. Die beste Entscheidung entsteht nicht durch Panik vor Fristen, sondern durch ehrliche Prüfung von Interesse, Eignung, Kosten, Studienort und Berufsziel.
Quellen
- Universität Wien: Aufnahmeverfahren Pharmazie – Informationen zu Studienplätzen, Antragsfrist, Testtermin, Kostenbeitrag und Ablauf des Aufnahmeverfahrens.
- Universität Graz: Studien mit Aufnahmeverfahren – Angaben zu Pharmazeutische Wissenschaften, Studienplätzen, Registrierungsfrist und Prüfungstermin 2026.
- Universität Innsbruck: Aufnahmeverfahren – Hinweise zu ausgesetzten Aufnahmeverfahren und allgemeinen Zulassungsfristen 2026/27.
- PMU Salzburg: Bachelorstudium Pharmazie – Informationen zu Dauer, ECTS, Studiengebühren, Studienplätzen, Studienform und Auswahlverfahren.
- Österreichische Apothekerkammer: Pharmaziestudium – Überblick zu Studienorten, Bachelor-Master-Struktur, Latein, Biologie und Zulassung.
- Österreichische Apothekerkammer: Aspirantenjahr – Informationen zu praktischer Ausbildung, Aspirantenprüfung und allgemeiner Berufsberechtigung.
- Pharmazeutische Gehaltskasse: Gehaltsschema 2026 – Gehaltsschema für allgemein berufsberechtigte Apotheker:innen und Entlohnung von Aspirant:innen.
Alle Angaben ohne Gewähr, gerne per Mail mit Ergänzungen melden oder mit Ihrer Sicht als Experte / Expertin und Fan.













