Online-Kurse zwischen Weihnachten und Neujahr: Was sich wirklich lohnt

Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr eignen sich gut, um berufliche Weiterbildung ohne Alltagsdruck zu starten. Der Beitrag zeigt, welche Online-Kurse wirklich Nutzen bringen, wann kurze Zertifikate reichen und wann ein größerer Lehrgang sinnvoller ist. Besonders wichtig sind 2026 digitale Kompetenzen, KI-Grundlagen, beruflich verwertbare Nachweise und die neuen Regeln rund um Weiterbildungszeit und Weiterbildungsteilzeit.
Online Kurse für die Feiertage
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Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr können ideal sein, um beruflich etwas weiterzubringen.
Aber nicht jeder Online-Kurs ist automatisch sinnvoll. Wer die ruhige Zeit gut nutzen möchte, sollte zuerst klären, ob der Kurs wirklich zum Beruf, zu einem konkreten Ziel oder zu einer geplanten Weiterbildung passt.

Besonders 2026 ist Weiterbildung nicht mehr nur eine Frage von Motivation. Digitale Kompetenzen, KI-Grundwissen, Bewerbungsfähigkeit, berufliche Umorientierung und klare Nachweise werden wichtiger. Gleichzeitig gelten seit Juni 2026 neue Regeln rund um Weiterbildungszeit und Weiterbildungsteilzeit. Kurze Feiertagskurse können ein guter Start sein, ersetzen aber nicht automatisch eine längere, förderbare Weiterbildung.

Welche Online-Kurse sich zwischen Weihnachten und Neujahr lohnen

Kurze Kurse sind gut, wenn das Ziel klar ist

Zwischen 24. Dezember und 6. Jänner ist oft nicht genug Zeit für eine komplette Ausbildung. Sehr gut funktioniert diese Phase aber für kompakte Themen, bei denen man in wenigen Stunden spürbar weiterkommt: KI-Grundlagen, Excel, Bewerbung, Projektmanagement, Buchhaltung, Social Media, Sprachen oder Vorbereitung auf einen größeren Lehrgang.

KursartGeeignet für die Feiertage?Worauf achten?
KI-GrundlagenJa, besonders für Büro, Marketing, Unterricht, Verwaltung und Selbstständige.Nicht nur Tools lernen, sondern Datenschutz, Grenzen, Prompting und Qualitätssicherung verstehen.
Excel, Word, PowerPoint, OfficeJa, wenn konkrete Aufgaben aus dem Job geübt werden.Praxisübungen sind wichtiger als reine Videos.
Bewerbung und LinkedInSehr gut für Jahreswechsel und Neuorientierung.Lebenslauf, Profil, Anschreiben und Jobziel sollten am Ende wirklich verbessert sein.
Buchhaltung und RechnungswesenGut als Einstieg oder Wiederholung.Für echte berufliche Qualifikation braucht es oft längere Lehrgänge und Prüfungen.
SprachkurseGut für Wiederholung, Wortschatz und Sprechpraxis.Regelmäßigkeit nach den Feiertagen einplanen, sonst verpufft der Effekt.
Programmieren und WebentwicklungGut für Einstieg, aber nicht als kompletter Berufswechsel in wenigen Tagen.Auf Projekte, Übungen und realistische Dauer achten.
Große DiplomlehrgängeNur zur Orientierung oder zum Start.Vor Anmeldung Kosten, Prüfungen, Förderungen und Zeitaufwand genau prüfen.

Wer zuerst einen Überblick über Anbieter, Kursformen und Kosten braucht, findet im Ratgeber Weiterbildungsmöglichkeiten in Österreich eine gute Grundlage.

Was 2026 besonders wichtig ist

Die stärksten Kursthemen sind jene, die sich im Beruf wirklich verwenden lassen. 2026 stehen drei Bereiche besonders im Vordergrund: digitale Grundkompetenzen, KI-Kompetenz und arbeitsmarktrelevante Nachweise. Das heißt nicht, dass jede Person sofort Programmieren lernen muss. Aber fast jeder Beruf verändert sich durch digitale Werkzeuge, Daten, Automatisierung und KI.

ThemaWarum es 2026 zähltGuter Feiertagskurs
KI im ArbeitsalltagViele Unternehmen nutzen KI bereits für Texte, Recherche, Auswertung, Kundenservice oder interne Prozesse.Ein Kurs, der Chancen, Risiken, Datenschutz, Prompting und Qualitätskontrolle verbindet.
Digitale GrundkompetenzenÖsterreich verfolgt das Ziel, bis 2030 mindestens 80 % der Bevölkerung mit digitalen Kompetenzen auszustatten.Office, Online-Kommunikation, Datenablage, Sicherheit, digitale Behördenwege.
Bewerbung und KarriereplanungDer Jahreswechsel ist ein häufiger Zeitpunkt für berufliche Neuorientierung.Lebenslauf, Kompetenzprofil, LinkedIn, Motivationsschreiben, Gehaltsrecherche.
Rechnungswesen und kaufmännische GrundlagenKaufmännisches Verständnis hilft in vielen Branchen, auch ohne Studium.Grundlagenkurs mit echten Übungen statt nur Theorie.
ProjektmanagementViele Jobs verlangen strukturierte Planung, Kommunikation und Dokumentation.Praxisorientierter Kurs mit Tools, Vorlagen und Fallbeispielen.

Für steirische Weiterbildungsangebote ist der Überblick zum WIFI Steiermark besonders stark, weil dort viele Suchanfragen bereits konkrete Kursabsicht zeigen.

Kurz lernen oder große Weiterbildung planen?

Die Feiertage sind ideal für Orientierung

Viele Menschen nehmen sich zwischen Weihnachten und Neujahr zu viel vor. Realistisch sind eher drei bis zehn konzentrierte Lernstunden als ein kompletter Neustart. Genau deshalb eignen sich die Feiertage gut, um in ein Thema hineinzukommen, Kursanbieter zu vergleichen, alte Bewerbungsunterlagen zu verbessern oder eine größere Weiterbildung vorzubereiten.

ZielGute Lösung zwischen Weihnachten und NeujahrBesser später planen
Neuen Job suchenLebenslauf, Kompetenzprofil und Gehaltsrecherche aktualisieren.Komplette Umschulung oder längerer Lehrgang.
Beruflich digitaler werdenOffice, KI-Grundlagen, Datenschutz, einfache Automatisierung.IT-Zertifizierung oder berufsbegleitender Lehrgang.
Mehr verdienenBerufsfelder, Gehälter und gefragte Kompetenzen vergleichen.Ausbildung, Abschluss oder Spezialisierung mit Prüfungsnachweis.
Selbstständigkeit vorbereitenBuchhaltung, Angebot, Rechnung, Marketing, Businessplan-Grundlagen.Unternehmertraining, Meisterprüfung, Gewerbeberechtigung oder Finanzplanung.
Studium oder Berufsmatura planenVoraussetzungen, Termine und Lernplan prüfen.Mehrmonatige Vorbereitung auf Prüfungen.

Wer den Jahreswechsel für berufliche Neuorientierung nutzt, sollte nicht nur Kurstitel vergleichen. Der Beitrag bestbezahlte Berufe ohne Studium in Österreich hilft dabei, Weiterbildung mit realistischen Berufs- und Einkommenszielen zu verbinden.

Wann ein kurzer Online-Kurs zu wenig ist

Ein kurzer Online-Kurs ist dann zu wenig, wenn ein Beruf, eine Prüfung oder eine formale Berechtigung daran hängt. Wer etwa Buchhalter:in werden, Web Developer:in arbeiten, eine Berufsreifeprüfung ablegen oder in ein reglementiertes Berufsfeld wechseln möchte, braucht meist mehr als ein Wochenend-Zertifikat.

  • Bei formalen Abschlüssen: Prüfe, ob der Kurs wirklich zu einer anerkannten Prüfung führt.
  • Bei Jobwechsel: Achte auf Projekte, Praxisnachweise und verwendbare Arbeitsproben.
  • Bei Förderungen: Kläre vor Anmeldung, ob Kurs, Dauer und Anbieter förderfähig sind.
  • Bei teuren Kursen: Vergleiche Kosten, Prüfung, Betreuung, Storno und Ratenzahlung.
  • Bei KI-Kursen: Achte darauf, ob rechtliche, ethische und praktische Grenzen behandelt werden.

Ein Beispiel für einen stärker berufsbezogenen digitalen Ausbildungsweg ist eine Web-Developer-Ausbildung als Online-Kurs, bei der Dauer, Praxisanteil und berufliche Verwertbarkeit deutlich genauer geprüft werden sollten.

Förderung, Steuer und neue Weiterbildungszeit

Was sich 2026 geändert hat

Seit Juni 2026 ist die frühere Bildungskarenz durch neue Modelle rund um Weiterbildungszeit und Weiterbildungsteilzeit ersetzt. Für schnelle Feiertagskurse ist das wichtig, weil kurze Kurse meistens nicht die Anforderungen an Dauer und Wochenstunden erfüllen. Wer Förderung oder Einkommensersatz plant, sollte daher nicht erst nach Kursbuchung prüfen, ob die Maßnahme passt.

BereichRegel 2026Was das für Feiertagskurse heißt
WeiterbildungsbeihilfeAus- und Weiterbildung muss arbeitsmarktrelevant und überbetrieblich verwertbar sein; grundsätzlich mindestens 2 Monate und 20 Wochenstunden.Ein kurzer Online-Kurs zwischen Weihnachten und Neujahr reicht dafür meist nicht.
WeiterbildungsteilzeitbeihilfeMindestens 4 Monate und 10 Wochenstunden; bei Studien gelten ECTS-Regeln.Geeignet eher für längere berufsbegleitende Planung.
AMS-KurseGeförderte Kurse hängen von Vormerkung, Beratung, Arbeitsmarktrelevanz und konkreter Situation ab.Vor Anmeldung mit AMS oder BIZ klären.
Steuerliche AbsetzbarkeitBeruflich veranlasste Aus-, Fort- und Weiterbildungskosten können Werbungskosten sein.Rechnung, Zahlungsnachweis und beruflichen Zusammenhang dokumentieren.
ArbeitgeberförderungManche Unternehmen zahlen Kurse ganz oder teilweise, wenn sie zum Job passen.Vorher schriftlich klären, ob Kosten, Lernzeit oder Prüfungsgebühren übernommen werden.

Die Details zur neuen Regelung erklären die Beiträge Weiterbildungszeit als Nachfolge der Bildungskarenz und Weiterbildungsbeihilfe als Ersatz der Bildungskarenz.

Welche Nachweise du sammeln solltest

Wer einen Kurs beruflich nutzen oder steuerlich geltend machen möchte, sollte von Anfang an sauber dokumentieren. Gerade bei Online-Kursen gehen Rechnungen, Teilnahmebestätigungen und Kursinhalte schnell in E-Mail-Postfächern unter.

NachweisWarum er hilftPraktischer Tipp
Rechnung und ZahlungsbestätigungWichtig für Steuer, Arbeitgeber oder Förderung.Als PDF speichern und eindeutig benennen.
KursbeschreibungZeigt Inhalte, Zielgruppe und beruflichen Bezug.Vor Kursstart sichern, falls die Kursseite später geändert wird.
TeilnahmebestätigungBelegt, dass der Kurs absolviert wurde.Auch bei kurzen Webinaren anfordern.
Zertifikat oder PrüfungsergebnisNützlich für Bewerbung und interne Entwicklung.Nicht jedes Zertifikat ist gleich viel wert; Inhalt zählt mit.
Lernprojekt oder ArbeitsprobeBei digitalen Kursen oft wertvoller als ein allgemeines Teilnahmezertifikat.Beispiel: Excel-Auswertung, Website, KI-Leitfaden, Portfolio, Präsentation.

Wer lieber über öffentliche oder halböffentliche Bildungsanbieter vergleicht, kann auch den Beitrag BFI-Kurse in Österreich als Ergänzung nutzen.

So wählst du den richtigen Kurs aus

Sieben Kriterien gegen Fehlkäufe

Viele Feiertagskurse scheitern nicht am Inhalt, sondern an falschen Erwartungen. Ein Kurs kann gut sein und trotzdem nicht passen, wenn er zu oberflächlich, zu theoretisch, zu lang, zu teuer oder beruflich kaum verwertbar ist.

KriteriumGute ZeichenWarnsignal
Konkretes LernzielNach dem Kurs kann man eine Aufgabe besser erledigen.Nur vage Versprechen wie „Karriere-Booster“ oder „Experte in 2 Stunden“.
PraxisanteilÜbungen, Projekte, Feedback oder Vorlagen sind enthalten.Nur Videos ohne Anwendung.
AktualitätInhalte nennen aktuelle Tools, rechtliche Rahmen und berufliche Beispiele.Alte Screenshots, veraltete Software oder unklare Kursdaten.
AnbietertransparenzTrainer:in, Dauer, Kosten, Storno, Abschluss und Support sind klar.Kein Impressum, keine nachvollziehbare Qualifikation, aggressive Rabatte.
NachweisTeilnahmebestätigung, Prüfung oder verwertbare Arbeitsprobe.Zertifikat ohne Inhalt, ohne Dauer und ohne Anbieterangabe.
JobbezugDer Kurs passt zu Aufgaben, Berufsfeld oder nächstem Schritt.Nur Trendthema ohne Verbindung zum eigenen Ziel.
Realistische DauerDer Kurs passt in den Feiertagsplan und bleibt danach fortsetzbar.Zu viel Stoff in zu kurzer Zeit.

Kursideen nach Zielgruppe

Ein sinnvoller Kurs hängt stark davon ab, wo jemand gerade steht. Schüler:innen, Lehrlinge, Berufstätige, Arbeitssuchende, Eltern nach Karenz und Menschen mit Studienplänen brauchen unterschiedliche Schwerpunkte.

ZielgruppeSinnvolle KursthemenGuter nächster Schritt
Schüler:innenLernorganisation, Präsentieren, Sprachen, digitale Grundkompetenzen, Bewerbung.Mit kleinem Kurs starten und Schul- oder Studienziel klären.
LehrlingeOffice, Fachenglisch, Rechnungswesen, Verkauf, Technik, Vorbereitung auf Lehre mit Matura.Prüfen, ob Lehre mit Matura langfristig passt.
BerufstätigeKI im Büro, Projektmanagement, Excel, Führung, Kommunikation, Datenschutz.Mit Vorgesetzten über beruflichen Nutzen und Kostenübernahme sprechen.
ArbeitssuchendeBewerbung, digitale Kompetenzen, Berufsorientierung, berufliche Grundlagen.AMS-Beratung und förderbare Kurse vor Anmeldung prüfen.
Eltern nach KarenzOffice-Auffrischung, Bewerbung, Wiedereinstieg, flexible Online-Kurse.Stundenplan realistisch mit Betreuung und Energie planen.
Quereinsteiger:innenBerufsfeldanalyse, Gehaltscheck, digitale Grundskills, erste Fachmodule.Mit Berufslexikon und Gehaltsdaten prüfen, ob der neue Weg trägt.

Für junge Menschen und Lehrlinge lohnt sich außerdem ein Blick auf aktuelle Ausbildungsrealitäten. Der Lehrlingsmonitor Österreich zeigt, warum Weiterbildung nicht erst nach der Lehre beginnen sollte.

Lernplan für die Feiertage

Ein realistischer 7-Tage-Plan

Wer zwischen Weihnachten und Neujahr lernen möchte, braucht keinen perfekten Stundenplan. Besser ist ein einfacher Plan mit kleinen Ergebnissen. Ziel ist nicht, jeden freien Tag vollzustopfen, sondern am Ende etwas Greifbares zu haben.

TagAufgabeErgebnis
Tag 1Ziel klären: Job verbessern, Bewerbung vorbereiten, KI verstehen, Studium planen oder Abschluss nachholen.Ein klarer Satz: „Ich lerne das, damit ich …“
Tag 2Kursangebote vergleichen und unseriöse Angebote aussortieren.Maximal drei passende Kurse in der engeren Auswahl.
Tag 3Erste Lerneinheit absolvieren.Notizen, Fragen und offene Begriffe sammeln.
Tag 4Praxisübung machen, nicht nur Video schauen.Eine kleine Arbeitsprobe oder ein verbessertes Dokument.
Tag 5Beruflichen Nutzen prüfen.Was kann ich nach dem Kurs im Job, in Bewerbung oder Studium verwenden?
Tag 6Zertifikat, Teilnahmebestätigung oder Lernprojekt sichern.Unterlagen in einem Ordner speichern.
Tag 7Nächsten Schritt für Jänner festlegen.Kurs fortsetzen, Beratung vereinbaren oder größeren Lehrgang prüfen.

Woran man unseriöse Online-Kurse erkennt

In sozialen Netzwerken und Anzeigen tauchen besonders rund um Neujahr viele Versprechen auf: schnelles Geld, KI-Reichtum, garantierter Jobwechsel, Zertifikat in wenigen Stunden oder „geheime“ Methoden. Solche Angebote sollten vorsichtig geprüft werden. Weiterbildung darf motivieren, aber sie sollte nicht mit unrealistischen Versprechen verkaufen.

  • Garantierte Einkommen: Niemand kann seriös versprechen, dass ein kurzer Kurs automatisch zu einem bestimmten Gehalt führt.
  • Unklare Anbieter: Fehlendes Impressum, keine Trainerprofile oder keine nachvollziehbare Adresse sind Warnzeichen.
  • Dauerhafte Countdown-Rabatte: Künstlicher Druck ersetzt keine Kursqualität.
  • Kein Lehrplan: Ohne Inhalte, Lernziele und Dauer lässt sich ein Kurs kaum beurteilen.
  • Zertifikat ohne Wert: Ein schönes PDF hilft wenig, wenn niemand Inhalt, Niveau und Anbieter einordnen kann.
  • Nur Tool-Hype: Besonders bei KI-Kursen müssen auch Fehlerquellen, Datenschutz und Qualitätskontrolle behandelt werden.

Fazit

Online-Kurse zwischen Weihnachten und Neujahr können sehr sinnvoll sein, wenn sie ein klares Ziel haben. Am meisten bringen kompakte Kurse, die sofort anwendbar sind: KI-Grundlagen, digitale Kompetenzen, Bewerbung, Office, Sprachen, Buchhaltung, Projektmanagement oder Orientierung für einen größeren Bildungsweg.

Weniger sinnvoll sind Kurse, die mit schnellen Versprechen arbeiten, aber keinen echten Nachweis, keine Praxis und keinen beruflichen Bezug liefern. Wer Förderung, Weiterbildungszeit oder steuerliche Absetzbarkeit nutzen möchte, sollte vor der Anmeldung prüfen, ob Kursdauer, Anbieter, Ziel und Unterlagen passen. Gute Weiterbildung beginnt nicht mit dem Kaufbutton, sondern mit einem realistischen nächsten Schritt.

Häufige Fragen und Quellen

FAQ: Online-Kurse zwischen Weihnachten und Neujahr

Welche Online-Kurse eignen sich am besten zwischen Weihnachten und Neujahr?

Gut geeignet sind kurze Kurse mit klaren Ergebnissen: KI-Grundlagen, Excel, Bewerbung, Sprachen, Projektmanagement, Buchhaltung, Präsentation, digitale Sicherheit oder ein Einstieg in Programmieren. Weniger geeignet sind sehr große Lehrgänge ohne realistischen Zeitplan.

Reicht ein Feiertagskurs für einen Jobwechsel?

Meist nicht allein. Ein kurzer Kurs kann Orientierung geben, Bewerbungsunterlagen verbessern oder erste Arbeitsproben liefern. Für einen echten Jobwechsel braucht es oft mehrere Schritte, Praxis, Nachweise und manchmal eine längere Ausbildung.

Sind KI-Kurse 2026 wirklich sinnvoll?

Ja, wenn sie nicht nur einzelne Tools zeigen. Ein guter KI-Kurs behandelt auch Datenschutz, Fehlerprüfung, Quellenkritik, Rollen im Unternehmen, rechtliche Grundlagen und konkrete Anwendungen im eigenen Beruf.

Kann ein kurzer Online-Kurs gefördert werden?

Das hängt von Förderung, Person, Kursziel und Anbieter ab. Für Weiterbildungszeit oder Weiterbildungsteilzeit sind kurze Feiertagskurse meist zu kurz. Bei AMS-Förderungen sollte immer vor der Anmeldung beraten und geprüft werden.

Kann ich Online-Kurse von der Steuer absetzen?

Beruflich veranlasste Aus-, Fort- und Weiterbildungen können als Werbungskosten relevant sein. Wichtig sind beruflicher Zusammenhang, Rechnung, Zahlungsnachweis und Kursunterlagen. Im Zweifel sollte die Arbeitnehmerveranlagung oder Beratung geprüft werden.

Was ist besser: Selbstlernkurs oder Live-Online-Kurs?

Selbstlernkurse sind flexibel und gut für ruhige Feiertage. Live-Online-Kurse bringen mehr Struktur, Fragen und Verbindlichkeit. Wer leicht abbricht, profitiert oft von Terminen, Gruppe und Feedback.

Wie erkenne ich, ob ein Zertifikat etwas wert ist?

Ein Zertifikat ist stärker, wenn Anbieter, Dauer, Inhalte, Niveau und Prüfung klar erkennbar sind. Für Bewerbungen zählt zusätzlich, ob man das Gelernte mit Arbeitsproben, Projekten oder konkreten Aufgaben belegen kann.

Sollte ich einen Kurs noch im alten Jahr bezahlen?

Das kann steuerlich relevant sein, wenn der berufliche Zusammenhang passt und die Zahlung im betreffenden Kalenderjahr erfolgt. Entscheidend ist aber nicht nur der Zahlungszeitpunkt, sondern ob die Kosten tatsächlich beruflich veranlasst und belegbar sind.

Wie viele Stunden Lernen sind zwischen Weihnachten und Neujahr realistisch?

Für die meisten Menschen sind drei bis zehn konzentrierte Stunden realistischer als ein Vollzeit-Lernplan. Wer mehr plant, sollte Pausen, Familie, Erholung und Energie ehrlich einrechnen.

Welche Kurse helfen beim Wiedereinstieg nach Karenz?

Häufig hilfreich sind Office-Auffrischung, digitale Kommunikation, Bewerbung, KI-Grundlagen, Zeitmanagement und branchenspezifische Updates. Wichtig ist, dass der Kurs zur gewünschten Arbeitszeit und zum Berufsziel passt.

Was bringt mehr: ein Kurs oder ein fertiges Projekt?

Am besten ist beides. Ein Kurs vermittelt Struktur, ein Projekt zeigt Anwendung. Bei digitalen Themen kann ein kleines Portfolio oft überzeugender sein als ein allgemeines Teilnahmezertifikat.

Welche Frage sollte ich vor dem Kurskauf stellen?

Die wichtigste Frage lautet: Was kann ich nach diesem Kurs konkret besser, schneller oder sicherer tun? Wenn darauf keine klare Antwort möglich ist, sollte man den Kurs nicht sofort kaufen.

Quellen

  • AMS: Weiterbildungszeit und Weiterbildungsteilzeit – aktuelle Informationen zu Voraussetzungen, Dauer, Wochenstunden, Antragstellung und Beihilfen seit der Neuregelung 2026.
  • AMS-Weiterbildungsdatenbank – Suchplattform für Kurse und Seminare in Österreich, nützlich zum Vergleichen von Themen, Orten, Online-Formaten und Anbietern.
  • Digital Austria: Digitale Kompetenzen – offizieller Überblick zur Digitalen Kompetenzoffensive, digitalen Grundkompetenzen und Qualifizierungszielen bis 2030.
  • Europäische Kommission: AI Literacy FAQ – Fragen und Antworten zu KI-Kompetenz nach Artikel 4 des EU AI Act, relevant für Unternehmen und Mitarbeitende, die KI-Systeme einsetzen.
  • WIFI Steiermark – Kursangebot mit Live-Online-, Präsenz- und Lehrgangsformaten in Bereichen wie IT, Management, Sprachen, Matura, Technik und Betriebswirtschaft.
  • Arbeiterkammer: Bildungsmaßnahmen von der Steuer absetzen – verständliche Informationen zu Werbungskosten, beruflichem Zusammenhang und steuerlicher Behandlung von Weiterbildungskosten.
  • AMS-Berufslexikon – Berufsinformationen zu Tätigkeiten, Anforderungen, Ausbildungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Berufsaussichten.
  • AMS-Gehaltskompass – Orientierung zu Einstiegsgehältern nach Berufen und Kollektivverträgen, hilfreich beim Abgleich von Kurskosten und beruflichem Nutzen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzungen, Korrekturen oder Erfahrungen können gerne per Mail gemeldet werden – auch aus Ihrer Sicht als Expert:in, Lernende:r, Weiterbildungs-Fan oder Arbeitgeber:in.

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