Lehrlingsmonitor Österreich 2026: Wie geht es den Lehrlingen?

Der Lehrlingsmonitor 2026 zeigt: Viele Lehrlinge sind zufrieden, aber ein großer Teil erlebt weiterhin schlechte Ausbildungsbedingungen. Der Beitrag erklärt die wichtigsten Ergebnisse verständlich, ordnet Zahlen zu Lehrstellen und Ausbildungsqualität ein und zeigt, worauf Lehrlinge, Eltern und Betriebe achten sollten. Besonders hilfreich sind die praktischen Hinweise zu Rechten, Überstunden, ausbildungsfremden Tätigkeiten und möglichen Anlaufstellen.
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Der Lehrlingsmonitor 2026 zeigt ein gemischtes Bild der Lehre in Österreich.
Viele Lehrlinge sind mit ihrer Ausbildung zufrieden. Gleichzeitig berichten weiterhin viele Jugendliche von schlechten Ausbildungsbedingungen, ausbildungsfremden Tätigkeiten, Überstunden, zu wenig Unterstützung oder problematischem Verhalten im Betrieb.

Für Lehrlinge, Eltern, Ausbilder:innen und Betriebe ist der Bericht deshalb mehr als eine Statistik. Er zeigt, wo die Lehre gut funktioniert, wo junge Menschen Unterstützung brauchen und warum Ausbildungsqualität entscheidend dafür ist, ob Fachkräfte nach der Lehre im Beruf bleiben.

Was der Lehrlingsmonitor 2026 zeigt

Die wichtigsten Ergebnisse einfach erklärt

Der 6. Österreichische Lehrlingsmonitor wurde von ÖGB, Arbeiterkammer und Österreichischer Gewerkschaftsjugend veröffentlicht. Er basiert auf einer bundesweiten Befragung von mehr als 6.000 Lehrlingen und gibt Einblick, wie junge Menschen ihre Ausbildung erleben.

ErgebnisWas bedeutet das?Warum ist das wichtig?
Zwei von drei Lehrlingen sind zufriedenViele Jugendliche erleben ihre Lehre positiv und fühlen sich im Betrieb gut aufgehoben.Die Lehre bleibt für viele ein guter Einstieg ins Berufsleben.
Rund zwei von fünf berichten von schlechten BedingungenEin erheblicher Teil erlebt Ausbildung nicht als fair, unterstützend oder fachlich gut.Schlechte Qualität gefährdet Motivation, Abschluss und Berufsbindung.
Mehr als ein Viertel will nicht im erlernten Beruf bleibenNegative Erfahrungen können dazu führen, dass Lehrlinge nach der Ausbildung wechseln.Das verschärft langfristig Fachkräfteprobleme in betroffenen Branchen.
Ausbildungsfremde Tätigkeiten bleiben ein ProblemLehrlinge werden teilweise für Arbeiten eingesetzt, die wenig mit dem Lehrberuf zu tun haben.Eine Lehre soll Ausbildung sein, nicht nur billige Arbeitskraft.
Überstunden und Belastung sind ThemaArbeitszeit, Bezahlung und Erholung spielen für die Ausbildungsqualität eine große Rolle.Gerade minderjährige Lehrlinge haben besondere Schutzbestimmungen.

Wer gerade eine Lehre überlegt, sollte nicht nur auf das Lehrlingseinkommen schauen, sondern auch auf Ausbildungsqualität, Betreuung, Berufsschule, Zukunftschancen und Betriebsklima. Eine gute Ergänzung ist der Beitrag bestbezahlte Berufe ohne Studium in Österreich.

Warum Zufriedenheit allein nicht reicht

Dass viele Lehrlinge zufrieden sind, ist positiv. Es darf aber nicht verdecken, dass ein großer Teil problematische Erfahrungen macht. Für die Qualität der Lehre ist entscheidend, ob Lehrlinge tatsächlich lernen, regelmäßig angeleitet werden und ihre Ausbildung ernst genommen wird.

Gute LehreProblematische LehreWoran man den Unterschied merkt
Klare AusbildungNur HilfsarbeitenLehrlinge lernen Schritt für Schritt berufliche Fertigkeiten.
Ausbilder:innen nehmen sich ZeitNiemand erklärt etwasFragen werden beantwortet, Fehler werden als Lernchance gesehen.
Berufsschule wird unterstütztSchule wird als lästige Unterbrechung gesehenBetrieb und Schule ergänzen sich.
Arbeitszeit ist fair geregeltÜberstunden und Druck sind AlltagArbeitszeit, Ruhezeiten und Bezahlung sind nachvollziehbar.
Respektvoller UmgangAbwertung, Mobbing oder BloßstellungLehrlinge werden als junge Fachkräfte ernst genommen.

Lehrlinge in Österreich: Zahlen und Entwicklung

Lehrlingsstand 2025 als Grundlage für 2026

Die aktuelle WKO-Lehrlingsstatistik zeigt: Mit Stichtag 31. Dezember 2025 waren in Österreich 102.878 Lehrlinge in Ausbildung. Das waren 3.574 weniger als im Vorjahr, also ein Rückgang von 3,4 Prozent. Die meisten Lehrlinge gab es in Oberösterreich, Wien und Niederösterreich.

BundeslandLehrlingsstand 31.12.2025Einordnung
Oberösterreich21.390Höchster Lehrlingsstand in Österreich.
Wien17.715Zweitgrößter Lehrlingsstand.
Niederösterreich16.421Drittgrößter Lehrlingsstand.
Steiermark14.442Großer Lehrlingsstand mit starkem Industrie- und Gewerbebezug.
Tirol9.700Wichtiger Lehrlingsstand, stark von regionaler Wirtschaftsstruktur geprägt.
Österreich gesamt102.878Rückgang um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die meisten Lehrlinge wurden 2025 in der Sparte Gewerbe und Handwerk ausgebildet, gefolgt von Industrie und Handel. Das zeigt, wie wichtig die duale Ausbildung weiterhin für viele Wirtschaftsbereiche ist.

Was die Zahlen für Jugendliche bedeuten

Weniger Lehrlinge bedeuten nicht automatisch, dass es keine Chancen gibt. In vielen Branchen suchen Betriebe weiterhin Nachwuchs. Gleichzeitig zeigt der Lehrlingsmonitor, dass nicht jede Lehrstelle automatisch eine gute Ausbildungsstelle ist.

FrageWarum wichtig?Praktischer Tipp
Gibt es genug Lehrstellen?Das hängt stark von Region, Beruf und Branche ab.Mehrere Berufe und Betriebe vergleichen, nicht nur eine einzige Option.
Ist die Lehrstelle gut?Ausbildungsqualität entscheidet über Lernerfolg und Zufriedenheit.Beim Schnuppern genau beobachten, wie mit Lehrlingen gesprochen wird.
Bleiben Lehrlinge im Beruf?Schlechte Erfahrungen erhöhen die Wechselbereitschaft.Vor der Entscheidung mit aktuellen oder ehemaligen Lehrlingen sprechen.
Passt der Beruf langfristig?Lehre ist nicht nur Einstieg, sondern Grundlage für spätere Weiterbildung.Auch Aufstieg, Meisterprüfung, Berufsreifeprüfung und Studium mitdenken.

Wer nach der Lehre weiterlernen möchte, sollte früh den Beitrag Lehre mit Matura in Österreich prüfen.

Typische Probleme in der Lehre

Woran schlechte Ausbildungsbedingungen erkennbar sind

Der Lehrlingsmonitor zeigt, dass schlechte Ausbildungsbedingungen oft nicht aus einem einzigen Problem bestehen. Meist kommen mehrere Dinge zusammen: wenig Anleitung, ausbildungsfremde Tätigkeiten, Überstunden, fehlende Wertschätzung oder schlechte Behandlung.

ProblemWas damit gemeint istWarum es gefährlich ist
Ausbildungsfremde TätigkeitenLehrlinge erledigen regelmäßig Arbeiten, die kaum mit dem Lehrberuf zu tun haben.Die fachliche Ausbildung bleibt auf der Strecke.
Zu wenig ErklärungAufgaben werden übertragen, ohne dass jemand ordentlich einschult.Fehler, Unsicherheit und Frust nehmen zu.
ÜberstundenLehrlinge arbeiten länger als vorgesehen oder ohne klare Abgeltung.Erholung, Berufsschule und Lernen leiden.
Schlechte BehandlungAbwertung, Anschreien, Mobbing oder Bloßstellung im Betrieb.Das kann Motivation und Gesundheit stark belasten.
Keine PerspektiveLehrlinge wissen nicht, ob sie übernommen werden oder wie es weitergeht.Die Bindung an Beruf und Betrieb sinkt.

Wichtig ist: Einzelne unangenehme Aufgaben gehören im Arbeitsleben manchmal dazu. Problematisch wird es, wenn solche Tätigkeiten regelmäßig die eigentliche Ausbildung ersetzen oder der Lehrling kaum mehr berufliche Fertigkeiten lernt.

Was Lehrlinge bei Problemen tun können

Viele Lehrlinge warten zu lange, wenn es Probleme im Betrieb gibt. Das ist verständlich, weil sie noch jung sind, abhängig wirken oder Angst vor Nachteilen haben. Trotzdem ist frühes Handeln wichtig, bevor sich Konflikte verfestigen.

  • Aufschreiben, was passiert: Datum, Uhrzeit, Aufgabe, beteiligte Personen und mögliche Zeugen notieren.
  • Ausbildungsziel prüfen: Vergleiche deine Tätigkeiten mit dem Berufsbild und der Ausbildungsordnung.
  • Ruhiges Gespräch suchen: Wenn möglich zuerst mit Ausbilder:in oder Vorgesetzten sprechen.
  • Vertrauensperson einbeziehen: Eltern, Berufsschullehrer:innen, Jugendvertrauensrat oder Betriebsrat können helfen.
  • Beratung nutzen: Arbeiterkammer, Gewerkschaftsjugend oder Lehrlingsstellen können Orientierung geben.
  • Nicht allein bleiben: Bei Mobbing, Drohungen oder dauerhafter Überforderung rasch Unterstützung holen.

Wenn ein Wechsel oder anderer Bildungsweg überlegt wird, kann auch Studieren ohne Matura in Österreich später relevant werden.

Rechte von Lehrlingen

Ausbildung, Arbeitszeit und Überstunden

Lehrlinge sind nicht nur Arbeitskräfte, sondern Auszubildende. Sie haben Anspruch auf eine ordnungsgemäße Ausbildung im Lehrberuf. Tätigkeiten müssen zum Wesen der Ausbildung passen und dürfen die Kräfte des Lehrlings nicht übersteigen.

Recht oder RegelWas bedeutet das?Worauf achten?
Ordnungsgemäße AusbildungDer Betrieb muss die beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln.Regelmäßige reine Hilfsarbeiten sind ein Warnsignal.
LehrlingseinkommenLehrlinge haben Anspruch auf Bezahlung laut Kollektivvertrag oder Vereinbarung.Lohnzettel prüfen und Lehrjahr beachten.
BerufsschuleDer Berufsschulbesuch ist Teil der Ausbildung.Berufsschule darf nicht als Freizeit behandelt werden.
Überstunden unter 16Unter 16 Jahren sind Überstunden nicht erlaubt.Bei Druck oder wiederholten Überstunden Beratung holen.
Überstunden zwischen 16 und 18Nur in bestimmten Ausnahmefällen zulässig und mit Zuschlag abzugelten.Arbeitszeit, Zuschläge und Zeitausgleich dokumentieren.

Bei minderjährigen Lehrlingen gelten besondere Schutzbestimmungen. Das ist wichtig, weil Lehrlinge oft nicht wissen, ob sie Überstunden einfach ablehnen dürfen oder ob sie für Mehrarbeit Anspruch auf Zuschläge haben.

Förderungen und Unterstützung

Neben dem Lehrlingseinkommen gibt es Unterstützungen, die je nach Situation helfen können. Dazu zählen etwa Beihilfen bei weiter entfernten Lehrstellen, Fahrtenbeihilfen, Unterstützung für Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung oder Angebote wie Coaching für Lehrlinge.

UnterstützungFür wen kann sie relevant sein?Wo prüfen?
VorstellungsbeihilfeLehrstellensuchende mit weiter entfernten Vorstellungsterminen.Beim AMS prüfen.
EntfernungsbeihilfeLehrlinge oder Lehrstellensuchende mit weit entfernter Lehrstelle.Beim AMS prüfen.
Lehrlingsfreifahrt und FahrtenbeihilfeLehrlinge mit täglichem Weg zwischen Wohnort und Ausbildungsplatz.Über offizielle Stellen und regionale Informationen prüfen.
Vorbereitung auf die LehrabschlussprüfungLehrlinge vor der LAP.Fördermöglichkeiten über die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern prüfen.
Coaching für LehrlingeBei Konflikten, Überforderung oder Problemen im Lehrverhältnis.Programm „Lehre statt Leere“ und Beratungsstellen prüfen.

Wer nach der Lehre höher hinaus will, kann zusätzlich die Berufsreifeprüfung in der Steiermark oder andere Wege zur Matura prüfen.

Was Betriebe aus dem Lehrlingsmonitor lernen können

Gute Ausbildung ist ein Wettbewerbsvorteil

Der Lehrlingsmonitor ist nicht nur eine Warnung, sondern auch eine Chance für Betriebe. Gute Ausbildungsbetriebe haben bessere Chancen, motivierte Lehrlinge zu halten, Fachkräfte aufzubauen und als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.

QualitätsmerkmalWas Betriebe konkret tun könnenNutzen
Klare AusbildungsplanungAusbildungsziele, Stationen und Lernfortschritte regelmäßig besprechen.Lehrlinge wissen, was sie lernen und warum.
Gute EinschulungNeue Aufgaben erklären, vorzeigen und nachbesprechen.Fehler sinken, Selbstvertrauen steigt.
FeedbackkulturNicht nur kritisieren, sondern konkrete Verbesserung erklären.Lehrlinge entwickeln sich schneller und bleiben motivierter.
Respektvoller UmgangKeine Bloßstellung, keine abwertenden Sprüche, keine Angstkultur.Das Betriebsklima wird besser und Konflikte nehmen ab.
Perspektive bietenÜbernahme, Weiterbildung und Karrierewege früh besprechen.Lehrlinge bleiben eher im Betrieb oder Berufsfeld.

Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel ist schlechte Ausbildung kurzsichtig. Wer Lehrlinge nur als billige Arbeitskräfte behandelt, verliert oft genau jene jungen Menschen, die später als Fachkräfte fehlen.

Fazit

Der Lehrlingsmonitor Österreich 2026 zeigt: Die Lehre funktioniert für viele Jugendliche gut, aber nicht für alle. Zwei von drei Lehrlingen sind zufrieden, gleichzeitig berichten viele von schlechten Bedingungen, ausbildungsfremden Tätigkeiten, Überstunden oder fehlender Unterstützung.

Für Jugendliche heißt das: Lehrstelle nicht nur nach Berufstitel oder Einkommen auswählen, sondern auch nach Ausbildungsqualität. Für Betriebe heißt es: Gute Lehre braucht klare Anleitung, Respekt, faire Arbeitsbedingungen und echte Perspektiven. Nur dann bleibt die Lehre ein starkes Modell für Jugendliche und Fachkräfte von morgen.

Häufige Fragen und Quellen

FAQ: Lehrlingsmonitor Österreich 2026

Was ist der Lehrlingsmonitor?

Der Lehrlingsmonitor ist eine österreichweite Befragung von Lehrlingen zur Qualität ihrer Ausbildung. Er zeigt, wie zufrieden Lehrlinge sind, welche Probleme auftreten und wie Betriebe, Politik und Interessenvertretungen die Lehre verbessern können.

Wer veröffentlicht den Lehrlingsmonitor?

Der 6. Österreichische Lehrlingsmonitor wurde von ÖGB, Arbeiterkammer und Österreichischer Gewerkschaftsjugend veröffentlicht. Die wissenschaftliche Ausarbeitung erfolgte durch das Österreichische Institut für Berufsbildungsforschung.

Wie zufrieden sind Lehrlinge in Österreich laut Lehrlingsmonitor 2026?

Laut Lehrlingsmonitor sind zwei von drei Lehrlingen mit ihrer Ausbildung zufrieden. Gleichzeitig berichten rund zwei von fünf Lehrlingen von schlechten oder sehr schlechten Ausbildungsbedingungen.

Was sind schlechte Ausbildungsbedingungen?

Dazu gehören zum Beispiel ausbildungsfremde Tätigkeiten, fehlende Anleitung, problematische Überstunden, schlechte Behandlung, Mobbing, zu wenig Unterstützung oder fehlende Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung.

Dürfen Lehrlinge ausbildungsfremde Tätigkeiten machen?

Lehrlinge dürfen nicht regelmäßig für Tätigkeiten eingesetzt werden, die nichts mit dem Lehrberuf zu tun haben und die Ausbildung ersetzen. Einzelne einfache Aufgaben können vorkommen, aber die Ausbildung im Lehrberuf muss im Mittelpunkt stehen.

Dürfen Lehrlinge Überstunden machen?

Unter 16 Jahren dürfen Lehrlinge keine Überstunden leisten. Zwischen 16 und 18 Jahren sind Überstunden nur in bestimmten Ausnahmefällen zulässig. Wenn Überstunden geleistet werden, müssen sie mit Zuschlag bezahlt oder entsprechend ausgeglichen werden.

Was kann ich tun, wenn ich in der Lehre schlecht behandelt werde?

Dokumentiere Vorfälle genau, sprich wenn möglich mit Ausbilder:in oder einer Vertrauensperson und hole dir Unterstützung. Anlaufstellen können Arbeiterkammer, Gewerkschaftsjugend, Betriebsrat, Jugendvertrauensrat, Berufsschule oder Lehrlingsstelle sein.

Was kann ich tun, wenn ich in der Lehre nichts lerne?

Vergleiche deine Tätigkeiten mit dem Berufsbild und der Ausbildungsordnung. Wenn du regelmäßig nur Hilfsarbeiten machst, solltest du das Gespräch suchen und bei Bedarf Beratung durch Arbeiterkammer, Lehrlingsstelle oder Gewerkschaftsjugend nutzen.

Wie erkenne ich vor Beginn, ob ein Lehrbetrieb gut ist?

Achte beim Schnuppern darauf, wie mit Lehrlingen gesprochen wird, ob Aufgaben erklärt werden, ob Lehrlinge verschiedene Tätigkeiten lernen und ob der Betrieb klare Zuständigkeiten für Ausbildung hat. Sprich nach Möglichkeit mit aktuellen Lehrlingen.

Warum wollen manche Lehrlinge nicht im erlernten Beruf bleiben?

Häufige Gründe sind schlechte Ausbildungserfahrungen, wenig Wertschätzung, Überlastung, geringe Perspektiven oder das Gefühl, im Beruf nicht wirklich gefördert zu werden. Gute Ausbildungsqualität kann die Bindung an den Beruf deutlich stärken.

Wie viele Lehrlinge gibt es in Österreich?

Mit Stichtag 31. Dezember 2025 waren laut WKO-Lehrlingsstatistik 102.878 Lehrlinge in Österreich in Ausbildung. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Rückgang um 3,4 Prozent.

Welche Bundesländer haben die meisten Lehrlinge?

Zum Stichtag 31. Dezember 2025 hatten Oberösterreich, Wien und Niederösterreich die höchsten Lehrlingszahlen. Danach folgten unter anderem die Steiermark und Tirol.

Welche Unterstützung gibt es für Lehrlinge?

Je nach Situation können Lehrlinge Unterstützungen wie Fahrtenbeihilfe, Lehrlingsfreifahrt, Förderungen für Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung oder Coachingangebote nutzen. Die konkrete Förderung hängt von Bundesland und persönlicher Situation ab.

Ist eine Lehre trotz negativer Ergebnisse im Lehrlingsmonitor empfehlenswert?

Ja, eine Lehre kann ein sehr guter Weg sein. Wichtig ist aber, Beruf und Betrieb sorgfältig auszuwählen. Die Ergebnisse zeigen nicht, dass Lehre schlecht ist, sondern dass Ausbildungsqualität stark vom Betrieb abhängt.

Quellen

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