Die Mathematik-Kompensationsprüfung ist keine zweite schriftliche Matura.
Sie ist eine mündliche Prüfung, bei der du zeigen musst, dass du zentrale mathematische Grundkompetenzen verstanden hast und erklären kannst.
Aktueller Stand: 20. Mai 2026. Im Haupttermin 2026 finden die zentralen mündlichen Kompensationsprüfungen am 2. Juni 2026 und 3. Juni 2026 statt. Wer in Mathematik negativ ist oder knapp daran vorbeigeschrammt ist, sollte jetzt nicht wahllos Aufgaben sammeln, sondern gezielt und prüfungsnah lernen.
Münliche Prüfung & Erklärung – Details zu Aufgaben
- Die Kompensationsprüfung Mathematik ist mündlich: Du musst Lösungswege nicht nur rechnen, sondern verständlich erklären können.
- Die Prüfung erfolgt auf Antrag: Sie ist möglich, wenn die schriftliche Mathematik-Klausur negativ beurteilt wurde.
- Der Fokus liegt auf Grundkompetenzen: In Mathematik AHS werden jene Kompetenzen geprüft, die auch den inhaltlichen Rahmen der schriftlichen Matura bilden.
- Die Aufgabenstellung besteht aus mehreren Teilaufgaben: Bei der AHS-Mathematik-Kompensationsprüfung werden 12 Grundkompetenzen über 4 Teilaufgaben geprüft.
- Mindestens 6 Punkte sind entscheidend: Ab 6 vollständig nachgewiesenen Grundkompetenzen ist die mündliche Kompensationsprüfung positiv.
- Die Note ist begrenzt: Da die negative schriftliche Klausur mit einbezogen wird, kann das Gesamtkalkül höchstens „Befriedigend“ sein.
Was ist die Kompensationsprüfung Mathematik?
Die Kompensationsprüfung Mathematik ist eine mündliche Prüfung nach einer negativ beurteilten schriftlichen Mathematik-Matura. Sie gibt dir die Möglichkeit, die negative Klausur im selben Prüfungstermin auszugleichen.
Wichtig ist: Es geht nicht darum, die komplette schriftliche Mathematik-Matura noch einmal zu schreiben. Du bekommst eine mündliche Aufgabenstellung, bereitest sie vor und präsentierst bzw. erklärst deine Lösungen im Prüfungsgespräch.
Den allgemeinen Überblick zu Terminen, Antrag, Ablauf und Bewertung findest du im Beitrag Kompensationsprüfung Matura 2026: Termine, Ablauf, Bewertung und Chancen.
Wann findet die Mathematik-Kompensationsprüfung 2026 statt?
Für den Haupttermin 2026 sind die zentralen mündlichen Kompensationsprüfungen für AHS, BHS und BRP am 2. Juni 2026 und 3. Juni 2026 angesetzt.
Das bedeutet: Nach Bekanntgabe einer negativen Mathematik-Klausur bleibt meist nur wenig Zeit. Deshalb solltest du sofort klären:
- Ist die Mathematik-Klausur tatsächlich negativ?
- Kannst und willst du zur Kompensationsprüfung antreten?
- Bis wann muss der Antrag gestellt werden?
- Welche Rückmeldung bekommst du von deiner Mathematik-Lehrkraft?
- Welche Themen und Aufgabenformate waren in deiner schriftlichen Klausur besonders problematisch?
Wenn du noch grundsätzlich unsicher bist, lies zuerst den Beitrag Matura negativ oder unsicher: Was jetzt bis zur Kompensationsprüfung hilft.
Wie ist die Kompensationsprüfung Mathematik aufgebaut?
Bei der AHS-Mathematik-Kompensationsprüfung besteht die Aufgabenstellung aus 4 Teilaufgaben. Jede Teilaufgabe enthält 3 Handlungsanweisungen. Insgesamt geht es also um 12 nachzuweisende Grundkompetenzen.
| Bereich | Was bedeutet das? |
|---|---|
| 4 Teilaufgaben | Die Aufgaben decken verschiedene mathematische Bereiche ab. |
| 3 Handlungsanweisungen je Teilaufgabe | Du musst pro Teilaufgabe mehrere konkrete Schritte bearbeiten. |
| 12 Grundkompetenzen | Jede nachgewiesene Kompetenz zählt für die Beurteilung. |
| Mündliches Prüfungsgespräch | Du präsentierst deine Ergebnisse und erklärst deine Lösungswege. |
| Vorbereitungszeit | Du bekommst die gesamte Aufgabenstellung während der Vorbereitungszeit. |
Der große Unterschied zur schriftlichen Matura: Du musst nicht nur richtig rechnen, sondern zeigen, dass du mathematische Zusammenhänge erklären kannst.
Wie wird die Mathematik-Kompensationsprüfung bewertet?
Für die mündliche Kompensationsprüfung in Mathematik zählt, wie viele Grundkompetenzen vollständig nachgewiesen werden. Bei der AHS-Konzeption gilt folgender Schlüssel:
| Nachgewiesene Grundkompetenzen | Note der mündlichen Kompensationsprüfung |
|---|---|
| 12 Punkte | Sehr gut |
| 10 bis 11 Punkte | Gut |
| 8 bis 9 Punkte | Befriedigend |
| 6 bis 7 Punkte | Genügend |
| 0 bis 5 Punkte | Nicht genügend |
Wichtig: Für die Gesamtbeurteilung des Prüfungsgebiets wird auch die negative schriftliche Klausur berücksichtigt. Daher kann das Gesamtkalkül im betroffenen Prüfungsgebiet höchstens „Befriedigend“ sein.
Wenn du die Mathematik-Matura insgesamt besser verstehen möchtest, passt dazu der Beitrag Mathematik-Matura 2026: Punkte, Bewertung, Teil 1 und Teil 2.
Was solltest du jetzt zuerst tun?
Die wichtigste Regel lautet: Nicht mit Panik lernen, sondern mit Diagnose. Du musst zuerst wissen, warum die schriftliche Mathematik-Matura negativ war oder warum du sie als kritisch einschätzt.
| Problem | Was du jetzt tun solltest |
|---|---|
| Grundlagen fehlen | Die wichtigsten Grundkompetenzen wiederholen und mit einfachen Aufgaben sichern. |
| Aufgabenstellung falsch gelesen | Operatoren, Antwortformate und genaue Fragestellung trainieren. |
| Rechenwege unklar | Jede Lösung sauber dokumentieren und mündlich erklären. |
| Taschenrechner unsicher | Nur erlaubte Funktionen üben, die du wirklich beherrschst. |
| Blackout oder Stress | Kleine Prüfungssimulationen mit Zeitlimit machen. |
| Zu wenig Punkte trotz Wissen | Gezielt prüfen, wo Nachweise unvollständig waren. |
10-Tage-Plan für die Kompensationsprüfung Mathematik
Der folgende Plan ist für eine knappe Vorbereitung gedacht. Wenn du weniger Zeit hast, fasse Tage zusammen. Wenn du mehr Zeit hast, wiederhole besonders die Simulationen und Fehlerkorrekturen.
Tag 1: Ergebnis und Fehlerbild klären
Sprich mit deiner Mathematik-Lehrkraft. Frage nicht nur: „Was soll ich lernen?“, sondern konkreter:
- Welche Grundkompetenzen waren schwach?
- Welche Aufgabenformate haben Punkte gekostet?
- Waren Rechenfehler oder Verständnisfehler das Hauptproblem?
- Welche Themen sollte ich zuerst wiederholen?
- Wie soll ich mündliches Erklären üben?
Am Ende von Tag 1 brauchst du eine Fehlerliste, keine allgemeine Stoffliste.
Tag 2: Grundkompetenzen sortieren
Teile deine Mathematik-Themen in drei Gruppen ein:
- Kann ich sicher: Diese Themen nur kurz wiederholen.
- Kann ich teilweise: Hier liegt dein größtes Potenzial.
- Kann ich kaum: Nur dann intensiv lernen, wenn sie prüfungsrelevant und noch realistisch aufholbar sind.
In der Kompensationsprüfung zählt, dass du Grundkompetenzen nachweisen kannst. Es bringt wenig, dich in ein schwieriges Randthema zu verbeißen, wenn einfachere Punkte liegen bleiben.
Tag 3: Funktionen und Graphen üben
Viele Mathematik-Aufgaben hängen mit Funktionen, Graphen, Änderungsverhalten oder Interpretationen zusammen. Übe nicht nur das Rechnen, sondern auch das Sprechen über Graphen.
Typische Fragen, die du laut beantworten solltest:
- Was zeigt dieser Graph?
- Was bedeutet der Schnittpunkt?
- Was bedeutet eine Steigung in diesem Kontext?
- Wie erkenne ich einen Hochpunkt, Tiefpunkt oder Wendepunkt?
- Welche Aussage ist mathematisch und sachlich richtig?
Tag 4: Gleichungen, Umformen und Einheiten sichern
Viele Punkte gehen verloren, weil einfache Rechenschritte unsauber sind. Übe daher gezielt:
- Gleichungen lösen
- Formeln umformen
- Prozentrechnungen
- Einheiten umrechnen
- Ergebnisse sinnvoll runden
- Antwortsätze formulieren
Gerade in der mündlichen Prüfung hilft ein sauberer Antwortsatz, weil die Prüfer:innen schneller sehen, ob du verstanden hast, was das Ergebnis bedeutet.
Tag 5: Stochastik und Wahrscheinlichkeiten wiederholen
Stochastik wirkt oft schwieriger, weil viele Schüler:innen Formeln auswendig lernen, aber die Situation nicht verstehen. Trainiere daher einfache Erklärungen:
- Was ist die Grundgesamtheit?
- Was bedeutet Wahrscheinlichkeit in dieser Aufgabe?
- Welche Werte sind gegeben?
- Welche Formel passt wirklich?
- Ist das Ergebnis plausibel?
Wenn du Wahrscheinlichkeiten erklären kannst, machst du weniger blinde Rechenfehler.
Tag 6: Aufgaben laut erklären
Jetzt beginnt die eigentliche Vorbereitung auf die mündliche Prüfung. Nimm 4 bis 6 Aufgaben und erkläre jeden Schritt laut.
Nutze dafür diese Struktur:
- Ich lese die Aufgabenstellung.
- Ich sage, was gesucht ist.
- Ich nenne die passende Methode.
- Ich rechne oder beschreibe den Lösungsweg.
- Ich erkläre das Ergebnis in einem Satz.
- Ich prüfe, ob das Ergebnis sinnvoll ist.
Wenn du bei Punkt 2 oder 3 hängenbleibst, ist meist nicht das Rechnen das Problem, sondern das Verständnis der Aufgabenstellung.
Tag 7: Hilfsmittel sicher verwenden
In der Mathematik-Kompensationsprüfung können Formelsammlung und elektronische Hilfsmittel eine Rolle spielen. Entscheidend ist aber: Du solltest nur das verwenden, was erlaubt ist und was du sicher beherrschst.
Übe daher gezielt:
- Formelsammlung schnell nutzen: Wo stehen wichtige Formeln?
- Taschenrechner sicher bedienen: Gleichungen, Graphen, Ableitungen oder Statistik nur, wenn du es wirklich kannst.
- Technologie nicht überbewerten: Der Rechner ersetzt keine Erklärung.
- Schule fragen: Kläre, welche Hilfsmittel bei dir konkret erlaubt sind.
Mehr dazu findest du im Beitrag Zentralmatura 2026: Erlaubte Hilfsmittel in Österreich.
Tag 8: Prüfungssimulation machen
Simuliere die Prüfung so realistisch wie möglich. Du brauchst dafür keine perfekte Umgebung, aber klare Regeln:
- Zeitlimit setzen
- Aufgaben ohne Unterbrechung vorbereiten
- Lösungswege dokumentieren
- Ergebnisse laut präsentieren
- Nachfragen zulassen
- danach Fehlerliste aktualisieren
Bitte eine Lehrkraft, Nachhilfe, Mitschüler:in oder Elternteil, einfache Nachfragen zu stellen: „Warum machst du das?“, „Was bedeutet das Ergebnis?“, „Gibt es eine andere Möglichkeit?“
Tag 9: Nur noch Fehler korrigieren
Am vorletzten Lerntag solltest du keine großen neuen Themen mehr beginnen. Arbeite nur noch an Punkten, die wiederholt Probleme gemacht haben.
Typische letzte Fehler sind:
- Vorzeichenfehler
- falsches Runden
- Einheiten vergessen
- Antwortsatz fehlt
- Graph falsch interpretiert
- Ergebnis nicht geprüft
- zu leise oder zu unsicher erklärt
Tag 10: Stabilisieren statt überlernen
Am letzten Tag geht es nicht darum, noch alles perfekt zu machen. Es geht darum, mit möglichst klarem Kopf in die Prüfung zu gehen.
- Material vorbereiten
- Hilfsmittel kontrollieren
- leichte Aufgaben wiederholen
- keine neuen Großthemen beginnen
- früh schlafen gehen
- Prüfungsort und Uhrzeit klären
Eine übermüdete letzte Nacht kostet oft mehr Punkte, als ein zusätzliches Kapitel bringt.
Welche Themen sind besonders wichtig?
Die genaue Aufgabenstellung kennst du vorher nicht. Trotzdem kannst du deine Vorbereitung an typischen mathematischen Kompetenzbereichen orientieren.
| Bereich | Was du können solltest | So übst du mündlich |
|---|---|---|
| Algebra und Gleichungen | Terme umformen, Gleichungen lösen, Ergebnisse prüfen. | Erkläre jeden Umformungsschritt laut. |
| Funktionen | Graphen lesen, Schnittpunkte, Steigung und Verlauf erklären. | Beschreibe den Graphen in Worten. |
| Analysis | Ableitungen, Änderungsraten, Extremstellen und Integrale verstehen. | Erkläre, was die Rechnung im Kontext bedeutet. |
| Geometrie | Längen, Flächen, Volumen, Winkel oder Koordinaten anwenden. | Skizze machen und Lösungsweg begründen. |
| Stochastik | Wahrscheinlichkeiten, Verteilungen und statistische Aussagen verstehen. | Sage zuerst, welches Ereignis betrachtet wird. |
| Modellieren | Text in Mathematik übersetzen und Ergebnis sachlich deuten. | Formuliere immer einen Antwortsatz. |
Wie lernt man für eine mündliche Mathematikprüfung?
Viele Schüler:innen lernen Mathematik zu still. Für die Kompensationsprüfung ist das ein Problem, weil du deine Lösung erklären musst. Deshalb sollte mindestens die Hälfte deiner Vorbereitung laut oder halb laut passieren.
Gute Übungsmethode
Nimm eine Aufgabe und sprich diese Sätze bewusst aus:
- „Gesucht ist …“
- „Gegeben ist …“
- „Ich verwende diese Methode, weil …“
- „Der nächste Schritt ist …“
- „Das Ergebnis bedeutet im Sachzusammenhang …“
- „Ich prüfe das Ergebnis, indem …“
Diese Sätze wirken einfach, helfen aber enorm, wenn du in der Prüfung nervös bist.
Typische Fehler bei der Kompensationsprüfung Mathematik
- Nur schriftlich üben: Wer nicht laut erklärt, ist auf das Prüfungsgespräch schlecht vorbereitet.
- Zu viele neue Themen beginnen: Kurz vor der Prüfung sind sichere Grundkompetenzen wichtiger.
- Hilfsmittel nicht beherrschen: Ein Taschenrechner hilft nur, wenn du ihn schnell und sicher bedienen kannst.
- Keine Antwortsätze formulieren: Gerade bei Anwendungsaufgaben muss klar sein, was das Ergebnis bedeutet.
- Rechenweg nicht dokumentieren: Die Prüfer:innen müssen nachvollziehen können, wie du vorgegangen bist.
- Aufgabenstellung überlesen: Viele Punkte gehen verloren, weil nicht genau beantwortet wird, was gefragt ist.
- Keine Simulation machen: Die echte Prüfung fühlt sich dann unnötig fremd an.
Sinnvolle Materialien für die Vorbereitung
Du brauchst keine riesige Sammlung an Lernmaterial. Sinnvoll sind vor allem Materialien, die dich schnell ins aktive Üben bringen.
- offizielle frühere Aufgaben: Sie zeigen dir das Niveau und die Art der Aufgaben.
- Grundkompetenzen-Übersicht: Damit erkennst du, welche Bereiche du können musst.
- Formelsammlung: Nur sinnvoll, wenn du sie schnell findest und anwenden kannst.
- eigene Fehlerliste: Dein wichtigstes persönliches Lernmaterial.
- Karteikarten: Für Formeln, Begriffe, typische Erklärungen und Rechenschritte.
- Timer: Für kurze mündliche Prüfungssimulationen.
Produktempfehlung zur Mathe-Vorbereitung:
Wenn du noch ergänzendes Material brauchst, achte darauf, dass es sofort nutzbar ist. Kurz vor der Kompensationsprüfung helfen einfache Übungsbücher, Karteikarten oder ein bereits vertrauter Rechner mehr als umfangreiche neue Stoffpakete.
- Marke: StudyHelp
- Mathematik Maturavorbereitung | StudyHelpDaniel Jung
- Jung, Daniel(Autor)
- Bernhard, Martin(Autor)
Hinweis zu Taschenrechnern: Kaufe keinen neuen Rechner direkt vor der Prüfung, wenn du ihn nicht sicher bedienen kannst. Verwende nur Hilfsmittel, die an deiner Schule erlaubt sind und mit denen du schon geübt hast.
- Wissenschaftlicher Rechner mit natürlichem Display, d.h. Brüche, Quadratwurzeln und andere mathematische Ausdrücke werden wie im Schulbuch angezeigt
- Hochauflösendes LC Display mit 193 x 63 Bildpunkten mit viermal so hoher Auflösung wie die bekannten Displays der FX-DE Plus-Serie
- Der Rechner FX-991DEX ist mit 696 Funktionen das leistungsstärkste Modell der technisch-wissenschaftlichen Taschenrechner
- Die Speicherkapazität wurde vervierfacht und ermöglicht umfangreiche statistische Berechnungen mit einer vierfach schnelleren Prozessorleistung
- Die QR-Code-Funktion ermöglicht die Ergebnis-Visualisierung auf dem Smartphone oder Tablet
- Natürliches Display
- Algebraische Eingabelogik: natural-v.P.A.M
- 502 Funktionen
- Abschaltautomatik
- Energieversorgung: Solarzelle + Batterie (1x LR 44)
Wie nutzt du offizielle Aufgaben richtig?
Frühere Aufgaben sind sehr wertvoll, aber nur, wenn du sie aktiv bearbeitest. Einfach Lösungen anzuschauen bringt wenig.
So arbeitest du besser:
- Aufgabe zuerst selbst lesen.
- Gesuchte Größe markieren.
- Gegebene Werte notieren.
- Methode auswählen.
- Lösungsweg schriftlich festhalten.
- Ergebnis laut erklären.
- Mit Lösung vergleichen.
- Fehler in die Fehlerliste schreiben.
Wenn du nach Aufgaben und Übungsquellen suchst, passt dazu der Beitrag Matura Aufgabenpool Österreich: Beispiele, Übungen und Fächer.
Was tun bei Blackout in Mathematik?
Ein Blackout ist unangenehm, aber nicht automatisch das Ende der Prüfung. Wichtig ist, dass du wieder in eine kleine Handlung kommst.
- Lies die Angabe noch einmal langsam.
- Markiere, was gegeben und was gesucht ist.
- Beginne mit einer Skizze oder Tabelle.
- Sprich aus, was du sicher weißt.
- Formuliere einen möglichen ersten Schritt.
- Bitte bei Unklarheit um Wiederholung der Frage.
Wenn Angst ein großes Thema ist, hilft dir zusätzlich der Artikel Was mache ich, wenn ich Angst vor der Matura habe?.
Kurzplan für die letzten 48 Stunden
| Zeitpunkt | Was du tun solltest | Was du vermeiden solltest |
|---|---|---|
| 48 Stunden vorher | Prüfungssimulation mit 4 Aufgaben machen. | Neue Großthemen beginnen. |
| 36 Stunden vorher | Fehlerliste gezielt abarbeiten. | Stundenlang Lösungen anschauen, ohne selbst zu rechnen. |
| 24 Stunden vorher | Hilfsmittel, Unterlagen und Ablauf prüfen. | Unsichere neue Rechnerfunktionen ausprobieren. |
| Abend davor | Leichte Wiederholung, früh schlafen. | Bis spät in die Nacht lernen. |
| Prüfungstag | Früh genug da sein, ruhig lesen, klar erklären. | Bei der ersten Unsicherheit innerlich aufgeben. |
Checkliste für die Mathematik-Kompensationsprüfung
| Frage | Erledigt? |
|---|---|
| Ist der Antrag zur Kompensationsprüfung geklärt? | Ja / Nein |
| Weißt du den genauen Prüfungstermin und Ort? | Ja / Nein |
| Hast du deine größten Fehler aus der schriftlichen Matura notiert? | Ja / Nein |
| Hast du Grundkompetenzen gezielt wiederholt? | Ja / Nein |
| Hast du mindestens eine mündliche Simulation gemacht? | Ja / Nein |
| Kannst du Lösungswege laut erklären? | Ja / Nein |
| Weißt du, welche Hilfsmittel erlaubt sind? | Ja / Nein |
| Sind Taschenrechner, Stifte und Unterlagen vorbereitet? | Ja / Nein |
Fazit: Mathe-Kompensationsprüfung heißt erklären, nicht nur rechnen
Die Mathematik-Kompensationsprüfung 2026 ist eine echte Chance, eine negative schriftliche Klausur im selben Termin auszugleichen. Dafür brauchst du aber eine andere Vorbereitung als für eine normale schriftliche Prüfung.
Entscheidend ist nicht, möglichst viel Stoff neu zu lernen. Entscheidend ist, dass du zentrale Grundkompetenzen sicher beherrschst, Aufgabenstellungen genau liest, Lösungswege nachvollziehbar dokumentierst und deine Gedanken mündlich erklären kannst.
Wer jetzt mit einem klaren 10-Tage-Plan arbeitet, typische Fehler gezielt korrigiert und mindestens eine echte Prüfungssimulation macht, geht deutlich strukturierter in die Kompensationsprüfung.
FAQ zur Kompensationsprüfung Mathematik 2026
Wann ist die Mathematik-Kompensationsprüfung 2026?
Im Haupttermin 2026 finden die zentralen mündlichen Kompensationsprüfungen am 2. Juni 2026 und 3. Juni 2026 statt. Den genauen Termin für deine Prüfung erfährst du über deine Schule.
Wie ist die Kompensationsprüfung Mathematik aufgebaut?
Bei der AHS-Mathematik-Kompensationsprüfung besteht die Aufgabenstellung aus 4 Teilaufgaben mit je 3 Handlungsanweisungen. Insgesamt werden 12 Grundkompetenzen geprüft.
Wie viele Punkte brauche ich für ein Genügend?
Für ein Genügend in der mündlichen Kompensationsprüfung Mathematik müssen 6 bis 7 Grundkompetenzen vollständig nachgewiesen werden. Ab 8 Punkten ist die mündliche Prüfung besser bewertet.
Kann ich mit der Kompensationsprüfung noch eine gute Gesamtnote bekommen?
Das Gesamtkalkül im betroffenen Prüfungsgebiet kann höchstens „Befriedigend“ sein, weil auch die negative schriftliche Klausur in die Gesamtbeurteilung einbezogen wird.
Welche Hilfsmittel sind bei der Mathe-Kompensationsprüfung erlaubt?
Grundsätzlich können Formelsammlung und elektronische Hilfsmittel relevant sein. Entscheidend ist aber, welche Hilfsmittel an deiner Schule und nach den aktuellen Vorgaben erlaubt sind. Kläre das unbedingt vor der Prüfung.
Wie lerne ich am besten für die Mathe-Kompensationsprüfung?
Am besten lernst du mit einer Fehlerliste, offiziellen Aufgaben, mündlichem Erklären und Prüfungssimulationen. Nur Lösungen anzuschauen reicht nicht, weil du deine Denkwege in der Prüfung erklären musst.
Soll ich kurz vor der Prüfung noch einen neuen Taschenrechner kaufen?
Nur wenn dein bisheriges Hilfsmittel ungeeignet ist und der neue Rechner sicher erlaubt ist. Kurz vor der Prüfung ist ein vertrauter Rechner meist besser als ein neues Gerät, das du noch nicht beherrschst.
Was mache ich, wenn ich bei einer Aufgabe nicht weiterweiß?
Lies die Angabe noch einmal langsam, markiere Gegebenes und Gesuchtes, beginne mit einer Skizze oder Tabelle und erkläre laut, was du sicher weißt. Oft entsteht daraus ein erster sinnvoller Schritt.
Quellen und weiterführende Informationen
- matura.gv.at: Prüfungstermine 2026
- matura.gv.at: Kompensationsprüfungen
- matura.gv.at: Mathematik
- matura.gv.at: Konzept Kompensationsprüfung Mathematik AHS
- matura.gv.at: Offizielles Portal zur standardisierten Reife- und Diplomprüfung
Hinweis: Termine, erlaubte Hilfsmittel, organisatorische Abläufe und konkrete Fristen können je nach Schule und Prüfungsform unterschiedlich umgesetzt werden. Bitte kläre deine konkrete Situation immer direkt mit deiner Schule, deiner Mathematik-Lehrkraft oder der zuständigen Prüfungsstelle.
Letzte Aktualisierung am 13.06.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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